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Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter der VEM-Mitgliedskirchen in Asien kamen zum Klima-Workshop in Sumatra, um Fragen den Unweltschutzes zu diskutieren. Mehr als 30 Vertreterinnen und Vertreter der VEM-Mitgliedskirchen in Asien kamen zum Klima-Workshop in Sumatra, um Fragen den Unweltschutzes zu diskutieren.

Klima-Workshop

Schon viel geschafft, noch viel zu tun

Die asiatischen Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) haben besonders unter den Folgen des Klimawandels zu leiden. Bei einem mehrtägigen Klima-Workshop in Sumatra diskutieren sie über ihre Erfahrungen und Maßnahmen im Klima- und Umweltschutz. 

Mehr als 30 Vertreter und Vertreterinnen aus Mitgliedskirchen der VEM in Asien treffen sich vom 29. Februar bis 2. März 2016 in Samosir in Sumatra/Indonesien, um Erfahrungen über Klima- und Umweltschutz sowie theologische Programme zur Bewahrung der Schöpfung auszutauschen. Ihre Regionen sind vom Klimawandel besonders betroffen: Durch Stürme in nie gekanntem Ausmaß wie der Taifun Haiyan im Jahr 2013 sind tausende Menschen umgekommen. Aber auch die fortschreitende Umweltzerstörung bedroht die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen.  

In seiner Eröffnungspredigt betonte Gomar Gultom, Generalsekretär des Indonesischen Kirchenrates, dass es heute keine glaubwürdige Evangelisation geben könne, die nicht den Menschen an seine Verantwortung für den Schutz von Umwelt und Natur zum Inhalt hat. Der Vizemoderator der VEM und Ephorus der Lutherischen Christlich-Protestantischen Toba-Batak-Kirche (HKBP), Willem Simarmata, appellierte an die Mitgliedskirchen ihr Engagement im Klima- und Umweltschutz zu verstärken und diese Aufgabe als gemeinsame Verantwortung auch innerhalb der VEM wahrzunehmen.  

Es wurde schon viel erreicht, aber es bleibt noch viel zu tun

Jochen Motte, Mitglied des Vorstandes der VEM und verantwortlich für Programme zu Umwelt- und Klimaschutz, erinnerte die Kirchen an das vor 20 Jahren beschlossene ganzheitliche Missionsverständnis, in dem sich die Kirchen in der VEM verpflichtet haben, gemeinsam für Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung einzutreten. Auf diesem Weg habe man vieles gemeinsam erreicht. Angesichts der Herausforderungen und der Bedrohung durch den Klimawandel bleibe aber viel zu tun. Motte würdigte in seiner Rede die Vielzahl von Projekten, mit denen Kirchen Menschen zur Seite stehen, die unmittelbar von den Folgen von Klimawandel, Umweltzerstörung und Ausbeutung natürlicher Ressourcen bedroht und betroffen sind.  

Richard Brand, Referent für Umwelt, Klima, Energie in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR), zeigte sich beindruckt von den Berichten und den vielfältigen Aktivitäten der Kirchen zum Schutz der Umwelt und zur Durchsetzung sozialer Rechte der von „land grabbing“ betroffenen Gemeinschaften. Er sah viele Parallelen zum Engagement der Kirchen in Deutschland im Klima- und Umweltschutz.  

Kooperationen sind Erfolgsfaktoren

In seinem Vortrag nannte er Beispiele wie sich die Kirchen aktiv in die politische Debatte für eine nachhaltige Entwicklung einbringen und sich gleichzeitig vornehmen, im eigenen Bereich schöpfungsgerecht zu handeln. Als einen wichtigen Erfolgsfaktor nannte er sowohl die seit Jahren bestehende enge ökumenische Zusammenarbeit als auch die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in der Lobbyarbeit. Er ermunterte die Kirchen in Asien bestehende Kooperationen weiterzuentwickeln.  

In den Beiträgen und Berichten der Teilnehmenden wurde deutlich, in wie vielen Bereichen sich Kirchen mittlerweile im Umweltschutz engagieren, unter anderem im Wald- und Wasserschutz, bei der Unterstützung von Kleinbauern im ökologischen Landbau und in der Umweltbildungsarbeit.     

VEM und EKiR fördern Waldschutzprogramm

Die VEM fördert jährlich eine Vielzahl von Umweltprojekten, mit denen Kirchen zu einem Bewusstseinswandel beitragen wollen, wie das von der VEM und der Evangelischen Kirche im Rheinland unterstützte Waldschutzprogramm in der Region am Tobasee, wo das Umweltseminar stattfindet und wo große Waldflächen durch Abholzung bedroht sind.

Zum Abschluss des Seminars werden die Kirchenvertreter und -vertreterinnen eine öffentliche  Baumpflanzaktion auf Samosir durchführen. Vor dem Hintergrund einer neuen Gesetzgebung zur Boden- und Waldnutzung engagieren sich die Kirchen gemeinsam gegenüber dem Staat für den Schutz der verbliebenen Wälder.      

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ekir.de / VEM / 01.03.2016



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