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Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD, 2.v.r.) und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (2.v.l.), laufen am Samstag auf dem Klimapilgerweg mit. Die Ministerin begleitet die Klimapilger von Gevelsberg nach Wuppertal. F Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD, 3.v.r.) und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski (2.v.l.), liefen auf dem Klimapilgerweg die Etappe von Gevelsberg nach Wuppertal mit. Foto: epd/Uwe Möller

Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Kirchen mahnen wirksame Schritte gegen Erderwärmung an

Bergfest beim Klima-Pilgern: Nach der Hälfte des ökumenischen Pilgerwegs zum Weltklimagipfel in Paris mahnen die Kirchen zu Maßnahmen gegen die Erderwärmung. Umweltministerin Dr. Barbara Hendricks gibt sich zuversichtlich und pilgert ein Stück des Weges mit. 

Zur Halbzeit ihres Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit haben die beiden großen Kirchen in Deutschland ihren Appell erneuert, wirksame Schritte gegen die Erderwärmung einzuleiten. Beim UN-Klimagipfel Ende November in Paris müsse endlich ein verbindliches Klimaabkommen geschlossen werden, forderten evangelische und katholische Kirchenvertreter am Sonntag in Wuppertal.

Dort machten am Wochenende zahlreiche Klimapilger Station, die auf dem Weg nach Paris inzwischen die Hälfte der Strecke zurückgelegt haben. Auch Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) und der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, gingen am Samstag die Etappe von Gevelsberg nach Wuppertal mit. Zu der Aktion hatte ein ökumenisches Bündnis eingeladen. Der Weg führt von Flensburg nach Paris, wo die Teilnehmer zum Start des Klimagipfels eintreffen wollen.

Der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Ludwig Schick, verlangte einen Verzicht auf fossile Brennstoffe bis Mitte des Jahrhunderts, um den Ausstoß von Treibhausgasen einzudämmen. Deutschland und die EU seien gefordert, mit ehrgeizigen Zielen voranzugehen. Wenn der Klimaschutz nicht vorankomme, verspiele die Menschheit ihre Zukunft, warnte Schick.

Besonders Länder der Südhalbkugel leiden unter dem Klimawandel

Ziel des in Paris geplanten Klima-Abkommens ist, die Erderwärmung auf weniger als zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Dazu soll der Ausstoß an Treibhausgasen sinken. Ein Stopp des Klimawandels brauche eine ambitionierte Abkehr von klimaschädigenden Verhaltens- und Produktionsmustern, sagte der rheinische Präses Rekowski.

Das katholische Hilfswerk Misereor hält einen Temperaturanstieg von höchstens 1,5 Grad für geboten, wie der Vorstandsvorsitzende Pirmin Spiegel betonte. Unter dem Klimawandel litten insbesondere Länder auf der Südhalbkugel wie Indonesien oder die pazifischen Inselstaaten, die nahezu keine Treibhausgase produzierten. In der Frage der Klimagerechtigkeit müsse daher vor allem an die "Verletzlichsten" gedacht werden.

Die Welt auch im Namen Gottes schützen

Hendricks sieht gute Chancen, sich in Paris auf ein Abkommen zu einigen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das hinbekommen", sagte sie. Bei der letzten Vorbereitungskonferenz, die am Freitagabend in Bonn zu Ende gegangen war, hätten sich die beteiligten Länder bereits auf einen entsprechenden Verhandlungstext verständigt, betonte die Ministerin. Auf dieser Grundlage sei eine Einigung möglich. "Das Signal der Staatengemeinschaft ist klar: Wir wollen in Paris ein Abkommen erreichen und wir haben nun eine gemeinsame Grundlage dafür", sagte Hendricks.

Die Superintendentin des Kirchenkreises Wuppertal, Ilka Federschmidt, sagte am Samstag bei der Begrüßung der rund hundert Pilgerinnen und Pilger, die Menschheit müsse sich zu einer Umkehr entschließen, um das Leben zu bewahren. "Es geht darum, unsere Welt auch im Namen Gottes zu schützen", betonte die evangelische Theologin.

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epd / 25.10.2015



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