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Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit

Klimapilger fordern Kehrtwende in der Klimapolitik

Im Vorfeld des UN-Klimagipfels fordern die kirchlichen Hilfswerke Brot für die Welt und Adveniat sowie das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken (ZdK) entschiedene Maßnahmen für mehr Klimagerechtigkeit.

Die Konferenz in Paris Ende November müsse eine Kehrtwende in der Klimapolitik beschließen, sagte die Präsidentin von Brot für die Welt, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Freitag in Bonn. Dort wurden Teilnehmerinnen und Teilnehmer des "Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit" auf ihrer Etappe in Bonn von Oberbürgermeister Ashok-Alexander Sridharan (CDU) im Alten Rathaus empfangen.

"Es geht um das Überleben von Millionen von Menschen," warnte Füllkrug-Weitzel. Allein in den Jahren 2008 bis 2013 hätten weltweit 140 Millionen Menschen wegen Klimaereignissen vorübergehend oder dauerhaft ihre Heimat verlassen müssen. "Wir beklagen uns derzeit über die Zahl der Flüchtlinge, die zu uns kommen und haben zugleich keine Lust, in Paris etwas gegen den Klimawandel zu tun", kritisierte Füllkrug-Weitzel.

Ziel der Verhandlungen in Paris müsse es sein, das Ende des fossilen Zeitalters einzuleiten, sagte ZdK-Vizepräsidentin Karin Kortmann. Die am Pilgerweg beteiligten christlichen Organisationen fordern ein gerechtes Klimaabkommen, dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen sowie höhere Hilfen zur Anpassung an den Klimawandel für Entwicklungsländer.

Der Hauptgeschäftsführer der Bischöflichen Aktion Adveniat, Bernd Klaschka, verwies auf die Umweltenzyklika von Papst Franziskus. Darin rufe das Kirchenoberhaupt jeden Einzelnen zum Konsumwandel auf.

Der Ökumenische Pilgerweg für Klimagerechtigkeit findet auf Initiative eines Bündnisses aus Landeskirchen, Diözesen, christlichen Entwicklungsdiensten und Missionswerken statt. Der Weg führt von Flensburg nach Paris, wo die Teilnehmenden zum Start des Klimagipfels eintreffen wollen.

 

In Köln und im rheinischen Braunkohlerevier, 29.10.2015

Köln war am Mittwoch Station der Klimapilger auf ihrem dreiwöchigen Weg zum Klimagipfel nach Paris. Diese Etappe auf dem Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führte vom Stadtteil Stammheim über Mülheim bis in die Innenstadt zu einer Andacht im Kölner Dom.

Mittags begrüßte die Superintendentin des Kirchenkreises Köln-Rechtrheinisch, Andrea Vogel, die Klimapilger zu einem gemeinsamen Essen im Peter-Beier-Haus in Mülheim. Danach setzte die Gruppe ihren Weg entweder durch den Fernwärmetunnel unterm Rhein oder über die Hohenzollernbrücke überm Rhein zum Dom fort. Dort endete der Tagesweg am frühen Abend mit einer ökumenischen Andacht, die Stadtdechant Monsignore Robert Kleine und Stadtsuperintendent Rolf Domning gestalteten. 

Am Donnerstag konnten die Pilgerinnen und Pilgerer entweder an einer Exkursion zum Braunkohletagebau Inden teilnehmen oder ihren Fußweg nach Bonn fortsetzen. Dort findet dann am Freitag ein Workshoptag statt, ebenso eine Andacht vor dem UN-Klimasekretariat.

Von Bonn aus geht es weiter nach Remagen, Andernach, Mendig, Münstermaifeld bis Cochem, wo ein weiterer Workshoptag eingeplant ist. Das heißt, der Pilgerweg führt weitere zwei Wochen durch das Gebiet der rheinischen Kirche. Die Teilnahme auch an einzelnen Etappen des Pilgerweges ist jederzeit möglich. Die Veranstalter bitten um eine Anmeldung. Für den 27. November ist die Ankunft der Pilgerer in Paris geplant, wo am  30. November die UN-Klimakonferenz startet.

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ekir.de / sto, epd / 30.10.2015



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