Dr. Heinz Klippert mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen. Dr. Heinz Klippert mit der rheinland-pfälzischen Bildungsministerin Doris Ahnen.

Lehrerfortbildung

Alltagstauglich und wissenschaftlich fundiert

„Es gibt keine Nachfolge Klippert.“ Das sagt Landeskirchenrat Eckhard Langner. Der spontane Satz ist so richtig wie falsch. Zum 30. Juni geht Dr. Heinz Klippert in den Ruhestand, einer der führenden Experten in der schulischen Unterrichtsentwicklung.

Der Dozent am Erziehungswissenschaftlichen Fort- und Weiterbildungsinstitut der Evangelischen Kirchen in Rheinland-Pfalz (EFWI) erzielte europaweite Wirkung, so Landeskirchenrat Eckhard Langner, stellvertretender Bildungschef der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) und zugleich stellvertretender Kuratoriumsvorsitzender des EFWI.

„Unterrichtsentwicklung – aber wie?“ hieß ein von der Universität Koblenz-Landau und dem EFWI gemeinsam veranstaltetes bildungspolitisches Symposium, mit dem der Pädagoge und Ökonom Dr. Heinz Klippert von einem großen Fachpublikum verabschiedet wurde, u.a. kam die rheinland-pfälzische Staatsministerin Doris Ahnen zu einem Grußwort und als Mitdiskutantin im Podiumsgespräch.

Klippert, Jahrgang 1948 und seit 1977 am EFWI Dozent, hat der Unterrichtsentwicklung über Rheinland-Pfalz hinaus „wichtige und vor allem nachhaltige Anstöße gegeben“, betont EFWI-Direktor Dr. Günter Geisthardt. Klippert stammt aus dem hessischen Steina-Willingshausen, machte eine Lehre als Maschinenschlosser, studierte Wirtschaftswissenschaften und Soziologie in Gießen mit dem Abschluss Diplom-Ökonom und durchlief die Ausbildung zum Gymnasiallehrer.

Neue Lernkultur

Eine neue Lernkultur war sein Ziel. Klippert entwickelte in den 36 Jahren seiner Institutstätigkeit Planspiele, Studientage und handlungsorientierte Unterrichtsmethoden. In seinen Fortbildungsseminaren und Veröffentlichungen geht es um Methoden-, Kommunikations- und Teamtraining. Er erfand das „Eigenverantwortliche Arbeiten“ (EVA) und das Qualifizierungs- und Unterstützungsprogramm „Pädagogische Schulentwicklung“ (PSE). Letzteres wurde auch in anderen Bundesländern und europäischen Nachbarländern aufgenommen.

Die breite Wirkung von Klipperts Ansätzen verdanke sich wesentlich seiner Praxisnähe, schulischer Alltagstauglichkeit und wissenschaftlichen Fundiertheit, so EFWI-Direktor Geisthardt. Über den Schul- und Unterrichtsreformer, seine Ideen und Konzepte geben auch die so genannten „Klippertfilme“ Auskunft, ein Reihe von Filmen und Dokumentationen, beispielsweise über „Für die Zukunft lernen“ und „Lernen fördern – Lehrer entlasten“. Der Transfer nach Nordrhein-Westfalen spiegelt sich in dem Film „Die Lernoffensive ,Schule&Co.' NRW reformiert den Unterricht“.

Landeskirchenrat Eckhard Langner mit dem EFWI-Dozenten Dr. Heinz Klippert. Landeskirchenrat Eckhard Langner mit dem EFWI-Dozenten Dr. Heinz Klippert.

Keine Nachfolge Klippert? Der Satz ist falsch. Mit der Gymnasiallehrerin und Fachleiterin Elke Bartholomae gibt es eine Nachfolgerin als EFWI-Dozentin. Langner: „Sie wird darin ihr eigenes Profil entwickeln.“ Davon unabhängig werde das "Programm der Pädagogischen Schulentwicklung, das Heinz Klippert für und mit Lehrerinnen und Lehrern aller Schularten entwickelt und allein in Rheinland-Pfalz mit seinen Trainerinnen und Trainern in fast 300 Schulen etabliert hat, weiterhin ein Markenzeichen des Instituts und seiner Arbeit mit Lehrerinnen und Lehrern bleiben“.

Und: „Das EFWI ist mit seinen fundierten, passgenauen und persönlichkeitsfördernden Angeboten für Lehrerinnen und Lehrern ein erfolgreiches Beispiel für eine profilierte evangelische Bildungsarbeit.“ 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 16. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 20. Juni 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 20.06.2013



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