Kreuz und Kerze erinnern daran, dass in evangelischen Krankenhäusern auch Spiritualität gelebt wird. Foto: Diakonie RWL / Christoph Bünten Kreuz und Kerze erinnern daran, dass in evangelischen Krankenhäusern auch Spiritualität gelebt wird. Foto: Diakonie RWL / Christoph Bünten

Diakonie

Dem Glauben auf der Spur in der Lebenswelt Krankenhaus

Menschen erwarten mehr von einem evangelischen Krankenhaus. Statt einer seelenlosen Gesundheitsmaschinerie wünschen sie einen Ort der Nächstenliebe. Über die gute medizinische und pflegerische Betreuung hinaus wollen sie Zuwendung und ein offenes Ohr.

Barbara Montag, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe Barbara Montag, Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe

Evangelische Krankenhäuser werden mit hohen Ansprüchen konfrontiert. Dabei ist auch der Klinikalltag evangelischer Häuser zunehmend durch wirtschaftlichen Druck gekennzeichnet. Hinzu kommen medizinisch-technischer Fortschritt, zunehmender Vorrang ambulant vor stationär sowie starker Wettbewerb. Es gab geradezu einen Paradigmenwechsel in der Vergütung von Krankenhausleistungen, so Barbara Montag von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe (RWL).

Dennoch gilt, wie Elke Grothe-Kühn, Geschäftsbereichsleiterin Krankenhaus und Rehabilitation der Diakonie RWL, sagt: "Für evangelische Krankenhäuser bleibt in allen Veränderungsprozessen die Patientenorientierung bestimmend." Dies ist der Hintergrund der Broschüre "Ein Zuhause auf Zeit. Spiritualität in evangelischen Krankenhäusern". Sie zeigt an Bildern aus dem Alltag des Lebens und Arbeitens im Krankenhaus, wie für die Patientinnen und Patienten die spirituelle Dimension spürbar, wahrnehmar und erfahrbar wird.

Lebendige Fotos

Sieben thematische Einblicke entfalten den Leitsatz des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes vom "Zuhause auf Zeit": Krankenhausseelsorge, vielfältige Formen der Verkündigung, Sozial- und Medizinethik, Ästhetik, Gemeindebegegnung und Bildung. Für die thematische Einstimmung sorgen die lebendigen Bilder von Christoph Bünten.

Die Texte von erfahrenen Praktikern zeichnen die Praxis nach und deuten sie von ihrem konzeptionellen Hintergrund her. Die Broschüre, die von Fachleuten aus Kirche und Diakonie konzipiert und erarbeitet worden ist, will einen Beitrag dazu leisten, dem Glauben in der Lebenswelt der Diakonie auf die Spur zu kommen.

Projektleiterin Barbara Montag: "Sie will insbesondere die Gemeinden anregen, ganz neu das Evangelische in ,ihren' Krankenhäusern zu entdecken und Möglichkeiten aufzeigen, sich an der evangelischen Profilbildung mit zu beteiligen."

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 28. Juni 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 1. Juli 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / diakonie-rwl, neu / 01.07.2013



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