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Jutta Walber ist zur Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe gewählt, wird Nachfolerin von Edgar Schäfer. Jutta Walber ist zur Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe gewählt, wird Nachfolerin von Edgar Schäfer.

Kreissynoden

Obere Nahe bekommt eine Superintendentin

Jutta Walber wird Superintendentin des Kirchenkreises Obere Nahe. Die Kreissynode wählte sie als Nachfolgerin von Edgar Schäfer in das Leitungsamt. Dies und weitere Berichte von Kreissynoden.

Die Delegierten der Herbstsynode in Birkenfeld wählten die 48-jährige Pfarrerin aus Oberstein im dritten Wahlgang mit einfacher Mehrheit zur leitenden Geistlichen. Die neue Superintendentin wird am 4. Januar vom Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, in ihr Amt eingeführt. Der 65-jährige Schäfer, der den Kirchenkreis Obere Nahe 22 Jahre lang führte, wird am 7. Dezember in einem Gottesdienst in Birkenfeld in den Ruhestand verabschiedet. Zum Kirchenkreis Obere Nahe gehören 40 Gemeinden mit insgesamt rund 52.000 evangelischen Christinnen und Christen.
Bericht über die Superintendentenwahl der Kreissynode Obere Nahe

Bonn

Mit einem Appell, die Flüchtlingsarbeit zu intensivieren, hat sich die Synode des Kirchenkreises Bonn an die Stadt Bonn und den Rhein-Sieg-Kreis gewandt. "Bonn und der Rhein-Sieg-Kreis müssen ihrer wirtschaftlichen Kraft entsprechend noch mehr Flüchtlinge aufnehmen. Mindeststandards in den Flüchtlingsunterkünften müssen garantiert sein", lauteten die Forderungen der Kreissynode. Dabei seien Überbelegungen zu vermeiden. "Land und Bund werden aufgefordert, für eine gerechte Kostenverteilung zu sorgen."

Der Kirchenkreis, seine Einrichtungen und Gemeinden seien bereit, noch mehr zu tun. "Das Potenzial der evangelischen Kirche in Bonn für die Flüchtlinge ist noch nicht ausgeschöpft. Viele Ehrenamtliche warten darauf, ihre juristischen, medizinischen, interkulturellen, sprachlichen oder pädagogischen Kompetenzen einbringen zu können", heißt es im dem Beschluss. Die Kirchengemeinden würden versuchen, auch eigene Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen und sich in ihrem Bereich für ein friedliches Zusammenleben von Bewohnern von Flüchtlingsheimen und ihren Nachbarn einzusetzen.

Auch appelliere die Kirche an Stadt und Kreis, die Arbeit mit den Flüchtlingskindern in allen Schulformen noch mehr als bisher zu unterstützen. Der Kirchenkreis werde zudem ein Bündnis mit der Stadt Bonn, den Wohlfahrtsverbänden, Migrantenorganisationen, Unternehmern und Gewerkschaften an der Seite der Flüchtlinge anstreben. "Dieses Bündnis soll rechtsextremen Initiativen entgegentreten, die die Not und Ängste anderer Menschen für ihre Ziele ausnutzen wollen."

Zudem müsse eine Lösung für die Familien gefunden werden, die per Verpflichtungserklärung Angehörige aufgenommen hätten, die aber mit den dauerhaften Kosten und der familiären Belastung völlig überfordert seien. "Flüchtlingsaufnahme darf nicht länger auf dem Rücken dieser Familien geschehen."
Bericht von der Kreissynode Bonn

An Nahe und Glan

Dr. Pascal Bataringaya, Vizepräsident der Presbyterianischen Kirche von Ruanda, predigte im Eröffnungsgottesdienst der Kreissynode An Nahe und Glan über den Friedensauftrag der Kirche. „Die Kirche muss sich daran messen lassen: Was habt ihr für den Frieden getan?“ Das Gebot der Feindesliebe sei eine radikale Abkehr von jeder Gewalt, erklärte Bataringaya.

Anschließend stellte sich die Kreissynode dem Schwerpunktthema der Tagung
„Kirche und Inklusion“ war das Schwerpunktthema der Kreissynode. Solange „Kirche und Inklusion“ noch ein Thema der Kirche sei, so Diakonin Heike Gatzke, Mitglied der Geschäftsführung des Rehabilitationszentrum Bethesda der Stiftung kreuznacher diakonie.
nahe-glan.de 

Saar-Ost

Der Kirchenkreis Saar-Ost hat die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland aufgefordert, den Arbeitslosenfonds auch künftig mit mindestens zwei Millionen Euro pro Jahr auszustatten. Das beschlossen die 69 Delegierten bei ihrer Synode in Illingen. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Saarland nehme keineswegs ab, erklärte der Synodale Jürgen Bender.

Die Kirchen selbst verlangten von der Politik, mehr für diese Zielgruppe zu tun, hieß es. Eine gleichzeitige Kürzung der eigenen Mittel sei daher nur "schwer zu vermitteln". Nach dem Vorschlag der Kirchenleitung zur Konsolidierung des landeskirchlichen Haushalts soll u.a. der Fonds von 2,1 Millionen auf 500.000 Euro abgeschmolzen werden.

Außerdem unterstützten die Delegierten aus den 16 Gemeinden des Kirchenkreises die Forderung der Evangelischen Jugend, Sparmaßnahmen im Jugendbereich erst nach Erarbeitung einer Konzeption der Arbeit vorzulegen.

Superintendent Gerhard Koepke ermunterte die Gemeinden, auf die Flüchtlinge zuzugehen, die derzeit auf die Kommunen im Saarland verteilt werden. Ehrenamtliche könnten "einen unersetzlichen Beitrag leisten, Schutz suchende Familien und Einzelpersonen willkommen zu heißen".
Bericht von der Kreissynode Saar-Ost

Simmern-Trarbach

"Gemeinde neu denken" war das Thema der Kreissynode Simmern-Trarbach. Sie machte sich bei ihrer Tagung in Bell daran, erste Visionen zu erarbeiten, Handlungsmöglichkeiten zu überlegen, aber auch kritische Fragen zuzulassen. Über den eigenen Kirchturm hinaus denken, Kirche bauen mit Menschen und Gebäuden, junge Leute und Familien in den Blick nehmen, ökumenisch und diakonisch handeln, Fremde annehmen und alten Gemäuern neue Chancen geben, das waren Themen, denen sich die Protestantinnen und Protestanten vom Hunsrück und der Mosel bei dieser Kreissynode stellten.

„Wenn wir den Blick weiten, erwächst die Fähigkeit, die Zukunft nicht als Fortschreibung der Vergangenheit zu begreifen und gewohnte Linien nicht einfach fortzusetzen“, meinte Superintendent Horst Hörpel. Gerade in Umbruchzeiten bestünde so die Möglichkeit, Neues wahrzunehmen. Die Vorschläge der Kreissynode gehen in die weitere Arbeit der kirchlichen Gremien ein. Superintendent Hörpel: „An diesen Impulsen weiterzuarbeiten, das ist für mich ein wichtiger Schritt auch auf dem Weg zum Reformationsjubiläum in drei Jahren.“

Zu den weiteren Themen der Kreissynode gehörte die Hilfe für Flüchtlinge und das Gebet für den Frieden. Scharf kritisierte Hörpel die deutschen Rüstungsexporte. „Das ist ein Irrweg, es ist Selbstbetrug, zu glauben, mit Waffen könne nachhaltig Stabilität geschaffen werden. Und es ist eine Schande, dass mit Krieg Geld verdient wird, auch in unserem Land.“
Bericht von der Kreissynode Simmern-Trarbach

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 16. November 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 16. November 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / epd, ch, dj, rd, neu / 16.11.2014



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