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Nach den Terrorschlägen von Paris

Gedenken und Gebete auf Kreissynoden

In vielen Regionen der rheinischen Kirche tagten am Wochenende Kreissynoden und reagierten auf die Terroranschläge in Paris. 

Der Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan hatte zum Auftakt der Kreissynode Bonn ein Grußwort gesprochen und schloss sich einer Solidaritätserklärung der Synode an die französischen Institutionen in Bonn an. In dem Schreiben heißt es: "Mit Schrecken und Entsetzen nehmen wir die Anschläge in Paris wahr und versichern unsere Anteilnahme für alle Opfer und Betroffene. Im bleibenden Einsatz für Freiheit und Demokratie in Europa sind wir mit ihnen verbunden. Nos pensées sont avec vous!" Das Schreiben geht an das Institut Francais, an die Ecole de Gaulle-Adenauer in Godesberg sowie die beiden evangelischen und katholischen francophonen Kirchengemeinden in Bonn. Eine Kerze zum stillen Gedenken an die Opfer und als "Zeichen des Friedens und gegen jede Eskalation von Gewalt" brannte während der Synodentagung auf dem Podium im Haus der Kirche.

Statt mit der vorbereiteten Andacht wurde die Tagung der Kreissynode Duisburg in der Hochfelder Pauluskirche am Samstag mit Gebeten, einer Schweigeminute und Fürbitten für die Opfer des Terrors in Paris und für deren Angehörige fortgesetzt. Gebetet wurde auch für die „verantwortlichen Politikerinnen und Politiker, dass sie bei der Suche nach den Schuldigen Vernunft und Besonnenheit walten lassen; dass sie tun, was dem Frieden dient.“

Oberkirchenrat Bernd Baucks mahnte in seinem Grußwort auf der Kreissynode Köln-Nord: „Seien wir selbstbewusst darin, dass wir im festen Glauben an den dreieinigen Gott keine Bedrohung durch den Islam darin erkennen können, dass Menschen in Not uns um Hilfe bitten.“ Und er forderte: „Bleiben wir in der Flüchtlingsarbeit selbstbewusst, bleiben wir bei unserem Geist der Gastfreundlichkeit gegenüber Fremden und Bedrängten.“ Superintendent Markus Zimmermann sagte in seinem Bericht: „Wir müssen unser Land vor Extremisten auch dadurch schützen, dass wir unsere Solidarität und Unterstützung gegenüber denjenigen zum Ausdruck bringen, die sich für unser Gemeinwesen und für ein friedliches Zusammenleben einsetzen.“ Er kam auch auf das Attentat auf die inzwischen zur Oberbürgermeisterin gewählte Henriette Reker zu sprechen. Im Namen der Synode wünschte er allen Betroffenen des Anschlags in Köln-Braunsfeld, „dass sie das Erlittene körperlich und seelisch bewältigen werden“. Zimmermann: „Insbesondere wünschen wir unserer Oberbürgermeisterin, dass sie ihre ganze Kraft und Energie wiedererlangt, um ihrer verantwortungsvollen Aufgabe ungehindert nachkommen zu können.“

Im Eröffnungsgottesdienst der Kreissynode Köln-Rechtsrheinisch fand Pfarrer Ralph Knapp Worte, um die Betroffenheit der Synodalen am Tag nach den Attentaten von Paris zu beschreiben: "Die Welt brennt und wir halten Synode. Wir sind bestürzt, dass im Namen Gottes mit Gewalt und Terror verbreitet werden. Wir werden stille und denken an die, die unter Gewalt und Terror leiden. Wir bringen das vor Gott. Das Bekenntnis zum Frieden ist das, was jetzt auf der Tagesordnung steht."

Beim Auftakt der Kreissynode An Nahe und Glan mit einen Abendmahlsgottesdienst in der Pauluskirche in Bad Kreuznach gedachte Pfarrer Rolf Lorenz der Opfer der Terroranschläge in Paris.

Der Tagungsbeginn am zweiten Verhandlungstag der Kreissynode An der Ruhr stand ganz im Zeichen der verheerenden Anschläge des Vorabends in Paris. Die Synodalen gedachten der Opfer in einer Schweigeminute. Superintendent Helmut Hitzbleck sagte: „Es gilt daran zu denken, dass Menschen durch Gewalt ums Leben gekommen sind und dass Angehörige verletzt und verstört zurückbleiben.“ Auch in der morgendlichen Andacht von Pfarrer Michael Manz war das Gedenken an die Geschehnisse von Paris das bestimmende Thema. Kirchenrat Raphael Nikodemus erinnerte in seinem Grußwort an die Mülheimer Kreissynode an die im Januar von der Landessynode verabschiedete Erklärung „Gerade jetzt gemeinsam“: „Darin rufen wir auf, mit allen Friedenswilligen, ob Christen, Juden oder Muslimen, gleich welcher Religion, zusammenarbeiten.“ Oberbürgermeister Ulrich Scholten erinnerte an die Reaktion der Pariser, die nach den Anschlägen auf Charlie Hebdo sagten: Wir lassen uns unsere Stadt nicht nehmen.

Unter dem Eindruck der schrecklichen Geschehnisse in Paris am Vorabend der Tagung eröffnete Superintendent Christian Weyer die Kreissynode Saar-West mit einer Gedenkminute an die Opfer und deren Angehörige. In seinem Grußwort bezeichnete Bildungsminister Ulrich Commerçon die Anschläge als eine entsetzliche und bedrohliche Situation. Die Attentate seien ein Anschlag auf Jahrzehnte von Friedensbemühungen in unserer Welt. Commerçon, auch Mitglied der Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland, dankte der Kirche, dass sie auch in dieser schwierigen Lage Flüchtlinge weiterhin willkommen heiße und aufnehme.

"Bei dem Herrn ist die Gnade...": Unter den Eindrücken der Geschehnisse in Paris eröffnete Superintendentin Ilka Federschmidt den zweiten Tag der Kreissynode Wuppertal am Samstag mit einem Klagegebet. 

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ekir.de / neu / 14.11.2015



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