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Zeichen der Menschenfreundlichkeit Gottes

Evangelische Kirche stiftet Kreuz für Kabinettsaal der Landesregierung

Pressemitteilung Nr. 78/2011

Heute Vormittag wurde im Rahmen einer kleinen Feier das von den Evangelischen Kirchen im Saarland (Evangelische Kirche im Rheinland und Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) gestiftete Kreuz für den Kabinettsaal der saarländischen Landesregierung offiziell übergeben. Die Anregung zur Schenkung geht zurück auf das letzte Spitzengespräch der Landesregierung mit den Evangelischen Kirchen im Saarland im vergangenen Jahr. Das künstlerisch ambitionierte Kreuz, das in Form einer flachen Steinkruste in die Wand des Kabinettsaals integriert ist, nimmt Bezug auf das christlich-jüdischen Erbe, das unseren Kulturkreis bis heute maßgeblich geprägt hat.

Oberkirchenrat Klaus Eberl (Evangelische Kirche im Rheinland) erinnerte in seiner Andacht an die Bedeutung des Kreuzes als christliches Grundsymbol, aber auch als provokante Mitte eines Glaubens, der sich stets mit den Leidenden verbunden weiß. In der Kirche wie in der Politik gehe es darum, die Welt mit all ihren Chancen und Hoffnungen, aber auch mit ihren Abgründen, mit Gewalt, Schuld und Versagen wahrzunehmen. Gerade an einem Ort, wo um die Zukunft des Landes gerungen werde, tue es gut, die Botschaft von der Menschenfreundlichkeit Gottes deutlich zu vernehmen.

Kirchenpräsident Christian Schad (Evangelische Kirche der Pfalz) hob das gute Verhältnis von Kirche und Staat hervor, das gerade im Saarland zum Wohle der anvertrauten Menschen bestehe. Unter Wahrung der wechselseitigen Unabhängigkeit sei dem Staat klar, dass Religion eine wichtige gesellschaftsgestaltende und die Grundlagen des Staates mitprägende Kraft sei. Die Kirche wiederum bringe sich von ihrem Auftrag her in den gesellschaftlichen Diskurs ein und nutze den Raum, ihren Auftrag in Freiheit und Unabhängigkeit auch öffentlich wahrzunehmen, wissend, dass die zum Gemeingut gewordenen Werte und Normen unserer Gesellschaft weitgehend vom Christentum geprägt wurden.

Ministerpräsident Peter Müller hob in seiner Dankesrede die besondere Bedeutung des Christentums in unserer Gesellschaft hervor. Auch wenn heute in Deutschland eine Vielfalt der Religionen und der Weltanschauungen aufeinander trifft, so bedeute dies nicht, die eigene Identität zu verleugnen. Gerade in Zeiten des beschleunigten Wandels brauchten Staat und Gesellschaft die christlichen Kirchen als Instanzen der Wertevermittlung und Werteerziehung. Deshalb – so Peter Müller – sei das Kreuz im Kabinettsaal am richtigen Platz. Es sei ein Appell, sich bei Entscheidungen vom christlichen Menschenbild leiten zu lassen und sich dabei zugleich der Begrenztheit menschlichen Handelns bewusst zu sein.

Für den Künstler Nika Bakhia ist das Kreuz zentrales und durchgängiges Thema seines Schaffens. Mit der Gestaltung des Kreuzsymbols will er den Betrachter dazu anregen, die Intention des Kreuzes für sich neu zu entdecken. Er hat eine flache Steinkruste in vier Teile gebrochen und so wieder zusammengesetzt, dass auf der Vorderseite ein Riss zu sehen ist. Seine Idee dahinter ist, dass der Riss den Stein zwar teilt, ihn jedoch nicht auseinander bricht, sondern die Zusammengehörigkeit der einzelnen Teile betont.

Nika Bakhia wurde 1972 in Tiblissi in Georgien geboren. Er studierte an der Hochschule der Bildenden Künste Saar (HBK) Freie Kunst, Malerei und Bildhauerei. Im Jahr 2000 wurde er „Meisterschüler“. Dazu können Studenten aufgrund herausragender künstlerischer Leistungen ernannt werden. Zwei Jahre lang – von 2004 und 2005 – war Bakhia schließlich Lehrbeauftragter an der HBK. Später war er als Gastdozent an der Staatlichen Akademie der Schönen Künste in Tiblissi tätig. Heute lebt der Künstler in Berlin.

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 8. August 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 8. August 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/Saarbrücken / EKiR-Pressestelle / 08.08.2011



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