EKiR von A-Z
EKiR von A-Z Themen, Arbeitsfelder, kirchliche Einrichtungen von A-Z mehr

Teilnehmerinnen und -teilnehmer der Frühjahrstagung des Evangelischen Dienstes auf dem Land in der EKD, u.a. mit Superintendent Marcus Harke (3.v.r.) und Direktorin Anke Kreutz (l.). Foto der . Teilnehmerinnen und -teilnehmer der Frühjahrstagung des Evangelischen Dienstes auf dem Land in der EKD, u.a. mit Superintendent Marcus Harke (3.v.r.) und Direktorin Anke Kreutz (l.).

Evangelischer Dienst auf dem Land

Nicht nur auf den Pachtzins sehen

Die Glaubwürdigkeit der evangelischen Kirche in der Öffentlichkeit wird auch an ihrer Verpachtungspraxis von Kirchenland gemessen. Ökonomische Interessen dürfen dabei nicht im Vordergrund stehen. so der Evangelische Dienst auf dem Land (EDL). 

Bei der Verpachtung sind Zielkonflikte zwischen den sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und theologischen Anliegen der Kirche sorgfältig abzuwägen, heißt es weiter seitens des EDL. Dessen zweitägige Bundestagung befasste sich in Altenkirchen/Westerwald mit dem „Umgang mit dem Boden – Kirche und ihr Land“.

Im Besitz der evangelischen Kirche befinden sich laut EDL bundesweit rund 325.000 Hektar Fläche. Überwiegend landwirtschaftliche Nutzfläche, die von den Kirchengemeinden als Eigentümer an Landwirte verpachtet wird. Diese Besitzverhältnisse bedeuten, dass die Landeskirchen nur Rahmen für die Verpachtungsregeln setzen können und Empfehlungen aussprechen. Zunehmend werden Kriterien vorgeschlagen, die den Gemeinden und Pächtern helfen sollen, sachgerechte Entscheidungen zu fällen.

Offene Kommunikation

Beachtet werden sollen zum Beispiel „ordnungsgemäßes Wirtschaften“, langfristige Pachtbindungen, Ortsansässigkeit des Pächters, Kirchenzugehörigkeit, Verbot von Gentechnik und Klärschlamm. Der EDL empfiehlt den Gemeinden darum, in Zweifelsfällen die Fachberatung der Kirchenkreisämter oder des EDL anzufragen.

Offene Kommunikation der gewählten Kriterien und Besuche auf den Höfen sowie Gespräche mit den Pächtern oder Pachtinteressenten helfen allen Beteiligten, gemeinsame Lösungen zu finden, wurde auf der Frühjahrstagung deutlich.

Unterschiedliche Interessenlagen berücksichtigen

Der EDL-Vorsitzende Superintendent Marcus Harke, Superintendent des Kirchenkreises An Nahe und Glan, sagt: „Nur mit dem erklärten Willen und einer gemeinsamen transparenten Strategie auf allen Ebenen der evangelischen Kirche können die unterschiedlichen Interessenlagen von Pächtern und Verpächtern angemessen berücksichtigt werden."

Die sozialen, wirtschaftlichen, ökologischen und kirchlichen Anliegen der Landbesitzerin Kirche müssten in eine verantwortungsvolle Verpachtungspraxis münden. "Dabei muss die Vision vom Erhalt einer mittelständischen Landwirtschaft die Richtung vorgeben."

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

ekir.de / vis / 18.03.2015



© 2016, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.