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Luthergarten Eine "Melanchthon-Birne" hat Präses Manfred Rekowski im Luthergarten in Wittenberg gepflanzt.

Reformationsjubiläum

"Melanchthon-Birne" ziert Wittenberger Luthergarten

Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, hat am Samstag in der Lutherstadt Wittenberg einen Birnenbaum gepflanzt. Es handelt sich um eine „Melanchthon-Birne“. Der Name erinnert an den Reformator und Luther-Freund Philipp Melanchthon.

Im Jahre 2017 werden 500 Jahre Reformation gefeiert, die mit Luthers Thesenanschlag in Wittenberg ihren Anfang nahm. Um diesem Ereignis Ausdruck zu verleihen, entsteht in den Wallanlagen von Wittenberg seit 2009 der „Luthergarten“. Innerhalb dieses Projektes werden an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet insgesamt 500 Bäume gepflanzt. Die Aktion bezieht sich auf ein dem Reformator Martin Luther zugeschriebenes Zitat: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“

Bereits mehr als 230 Bäume im Luthergarten

Kirchen aus aller Welt und aller Konfession sind eingeladen, die Patenschaft für einen der Bäume zu übernehmen und gleichzeitig einen Baum im Gebiet ihrer Heimatkirche zu pflanzen. Mehr als 230 Bäume wurden bereits gepflanzt.

Mit Ephorus Willem Simamarta wurde vereinbart, dass in Indonesien weitere Bäume gepflanzt werden. Mit Ephorus Willem Simamarta wurde vereinbart, dass in Indonesien weitere Bäume gepflanzt werden.

Zur rheinischen Gruppe gehörten auch Vertreter der Kölner Melanchthon-Akademie und der Melanchthon-Kirche in Düsseldorf. Während der Baum gepflanzt und mit Wasser begossen wurde, lasen Kinder das Gedicht "Herr Ribbeck von Ribbeck im Havelland" von Theodor Fontane.

Die Melanchthon-Birne ist eine alte Sorte, die schon mit den Römern nach Germanien gekommen sein soll und die ihren Beinamen der Liebe des Philologen, Humanisten und Theologen Philipp Melanchthon zu ihren außergewöhnlich saftigen rot-gelben Früchten verdankt. Sie wird noch heute auf Ribbeck im Havelland gezüchtet. Ein Nachfahre des alten Herrn Ribbeck hat den Baum gestiftet. Der Obstbaum steht nun unter anderem neben Apfel- und Mirabellenbäumen im Luthergarten.

Pflanzaktion auch in Indonesien

Pfarrer John Riakman Sipayung aus Indonesien nahm mit der rheinischen Gruppe als ökumenischer Gast an der Pflanzaktion teil. Mit Willem Simamarta, dem Ephorus der indonesischen Batak-Kirche, wurde bereits im Februar vereinbart, dass das Jahr des Reformationsjubiläums auch in der rheinischen Partnerkirche zum Anpflanzen neuer Bäume genutzt werden soll.

Das Projekt Luthergarten wurde durch den Lutherischen Weltbund in Genf initiiert und wird unter Mitwirkung des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Kooperation mit der Lutherstadt Wittenberg umgesetzt. Für die Baumpflanzung gibt es eine festgelegte Liturgie und eine Liedauswahl. Der Entwurf des Gartens stammt von Landschaftsarchitekt Dr. Andreas Kipar, Mailand und Duisburg.

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ekir.de, jpi, rtm / Foto: Annette Glaubig / 20.04.2015



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