Nelson Mandela (1908-2013). Foto: commons.wikimedia.org / South Africa The Good News / www.sagoodnews.co.za Nelson Mandela (1918-2013) Foto: commons.wikimedia.org / South Africa The Good News / www.sagoodnews.co.za

Nelson Mandela (1918-2013)

Die Erinnerungen miteinander teilen

Ein Bündnis christlicher Initiativen lädt für den kommenden Freitag, 20. Dezember, zur Gedenkfeier für Nelson Mandela in die Sankt Katharinenkirche in Frankfurt, An der Hauptwache, ein. Die rheinische Ökumene-Chefin ermuntert zur Teilnahme.

Ab 18.30 Uhr sind dort Musik aus Südafrika sowie Texte und persönliche Eindrücke über den ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas zu hören. Die Feier gestalten Dr. Ben Khumalo-Seegelken, früherer Präsident des Südafrikanischen Rates der Kirchen, Professor Dr. Tinyiko Maluleke, Vizekanzler an der Universität von Johannesburg, sowie der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung. Musikalisch zu hören sind die Moko-Chöre (Heidelberg), Sam Tshabalala (Südafrika, Paris) und Flois Knolle-Hicks.

Nach der Beerdigung des Friedensnobelpreisträgers in seinem Heimatort Qunu kehrt in Südafrika langsam Normalität ein. Politisch bleibt spannend, wie die nächsten Wahlen, voraussichtlich nach Ostern, ausgehen werden. In Frankfurt aber jetzt erst noch einmal der Rückblick. Die Veranstalter möchten Gelegenheit geben, „Gefühle und Gedanken über Nelson Mandela miteinander zu teilen“. Mandela und Südafrika hätten starke Verbindungen zu Deutschland.

Deutsche Anti-Apartheid-Bewegung

Viele kirchliche Gruppen hätten sich hierzulande gegen die Unterstützung des damaligen Apartheid-Regimes durch die Bundesregierung und die deutsche Industrie gewandt, erinnern die Initiatoren. Aus der deutschen Anti-Apartheid-Bewegung und ihren nachfolgenden Initiativen heraus gebe es „ein großes Bedürfnis, Mandela zu gedenken und sein Erbe für die Menschheit zu reflektieren“, so die Organisatoren der Feier für Mandela.

Zu den Veranstaltern der Gedenkfeier gehören Brot für die Welt, die Evangelische Kirche in Frankfurt am Main, die kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA), Misereor, das Ökumenisches Netzwerk Initiative Kirche von unten (IKvu) und das Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Allen voran der Kirchenkreis Oberhausen

Die rheinische Ökumene-Chefin Barbara Rudolph wäre eigentlich gern selbst dabei, ist terminlich verhindert und wirbt im Rheinland für die Teilnahme an dieser quasi zentralen Gedenkfeier. Die Oberkirchenrätin sagt: "In Frankfurt hat die Aktion ,Kauft keine Früchte der Apartheid' ihren Anfang genommen, an der sich, allen voran der Kirchenkreis Oberhausen, aber auch viele Kirchengemeinden und Gemeindeglieder im Rheinland beteiligt haben."

Viele Rheinische Christinnen und Christen verdankten ihre christliche und politische Hoffnung für ein gerechtes Südafrika und eine gerechtere Welt dem Lebenszeugnis von Nelson Mandela. "Er ist ein Prophet in heutiger Zeit gewesen, der weit über sein Tod hinaus wirkt. Mit der Trauer um ihn ist die unermessliche Dankbarkeit verbunden, ihn gekannt zu haben." Deshalb freut sie sich über die gemeinsame Gedenkfeier für Nelson Mandela und hofft, "dass der Gottesdienst tröstet, stärkt und ermutigt".

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 17. Dezember 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 17. Dezember 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 17.12.2013



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