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Spendengelder der Förderstiftung machten es möglich: Dr. Daniel Frank (l.) und Prof. Jutta Liebau (r.) freuen sich über die erfolgreiche Operation von Maryam. Spendengelder der Förderstiftung machten es möglich: Dr. Daniel Frank (M.) und Prof. Jutta Liebau (2.v.r.) freuen sich über die erfolgreiche Operation von Maryam.

Kaiserswerther Diakonie

Maryam wird wieder laufen

Maryam ist fünf Jahre alt, diesen Monat wird sie sechs. Dann geht für das Mädchen aus Afghanistan das Leben erst wieder richtig los, denn endlich wird sie wieder das können, was für Kinder normal ist: laufen, hüpfen, rennen. Das ist den Ärzten des Florence-Nightingale-Krankenhauses in Düsseldorf zu verdanken.

Sie haben das Mädchen operiert. Mit Spenden aus dem Nothilfefonds der Förderstiftung der Kaiserswerther Diakonie wurde die kleine Maryam in der Kaiserswerther Diakonie behandelt. Über das Friedendorf International in Oberhausen kam sie Anfang 2016 nach Deutschland. Maryam hat in ihrer Heimat schwerste Verbrennungen am Bein erlitten.

Das linke Bein war vom Oberschenkel bis zum Fuß stark vernarbt und der Fuß kaum noch als solcher zu erkennen. Maryam stammt aus einem Hüttendorf in Afghanistan, in dem offene Feuerstellen an der Tagesordnung sind. Drei Jahre ist es her, dass sie in das Feuer gesprungen war und sich dabei schwer verbrannt hatte.

„Die Narbe hat so stark an dem Fuß gezogen, dass die Knochen, Sehnen und Zehen nicht mehr gewachsen sind“, erläutert Dr. med. Daniel Frank, Chefarzt der Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Handchirurgie. Dadurch hatte das Mädchen einen stark deformierten Fuß und war nicht mehr in der Lage aufzutreten.

Frank ist Experte, wenn es um das Thema Fußchirurgie bei Erwachsenen und Kindern geht – seine Klinik ist seit Anfang des Jahres als Zentrum für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie durch ClarCert zertifiziert. Der Spezialist hat das Mädchen zusammen mit dem Team der Plastischen Chirurgie um Chefärztin Prof. Dr. med. Jutta Liebau operiert.

Die Narben wurden gelöst, Gewebeverschiebungen und Hautverpflanzungen durchgeführt, um die durch die Narbenkontrakturen bedingte stark eingeschränkte Beweglichkeit des Sprunggelenkes zu verbessern. „Danach haben wir die Sehnen verlängert und den Fuß wieder in die richtige Stellung gebracht. Alle zehn Gelenke des Mittelfußes wurden  dafür  mit Drähten fixiert und drei Wochen später wieder entfernt“,  berichtet Frank, so dass der Fuß jetzt wieder normal belastet werden kann.

Maryam hat eine Orthese bekommen, eine Schiene, die sie noch zwei Jahre lang tragen wird. Die Aussichten sind gut: „Die Zehen werden wieder wachsen. Sicherlich wird der Fuß nie mehr aussehen wie früher, aber das Mädchen kann wieder normal laufen und sogar Schuhe tragen“, freut sich Daniel Frank.

Spezialgebiet Fußchirurgie

Die Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie und Handchirurgie der Kaiserswerther Diakonie ist als Zentrum für Fuß-und Sprunggelenkchirurgie durch ClarCert ausgezeichnet. Die Zertifizierung bescheinigt geschultes und fortgebildetes Personal in den Bereichen Pflege, Physiotherapie und OP sowie erfahrene Operateure, deren Qualität durch die Deutsche Assoziation für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie (DAF) im Rahmen von Fortbildungskursen regelmäßig überprüft wird. Dr. Frank mit seinem Team operiert jährlich rund tausend Füße. Weitere Infos unter florence-nightingale-krankenhaus.de/orthopaedie

Mit Spenden helfen

Die Kaiserswerther Diakonie ist bei ihrer Hilfe für Kinder aus Krisen- und Kriegsgebieten auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Mit Spenden aus dem Nothilfefonds der Förderstiftung wird die Behandlung von Kindern ermöglicht. So konnte die Kaiserswerther Diakonie seit 2014 allein 16 Kindern helfen, wieder ein normales Leben in ihrem Heimatland zu führen. Weitere Informationen rund um das Thema „Spenden und Helfen“ unter kaiserswerther-diakonie.de/spenden

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kaiserswerther-diakonie.de, Foto: Frank Elschner / 03.05.2017



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