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Hoher Besuch zur Eröffnung: Staatssekretärin Elke Ferner (3.v.re) mit (v.li) Raphaela Leue, Bürgermeister Wolfgang Bintz, Manfred Maurer, Beigeordneter im Regionalverband, Oliver Kremp und Wolfgang Schönberger. Foto: DWSAAR/ Paulus Hoher Besuch zur Eröffnung: Staatssekretärin Elke Ferner (3.v.re) mit (v.li) Raphaela Leue, Bürgermeister Wolfgang Bintz, Manfred Maurer, Beigeordneter im Regionalverband, Oliver Kremp und Wolfgang Schönberger. Foto: DWSAAR/ Paulus

Generationen

Das Miteinander fördern

Im „Haus der Diakonie“ in Völklingen ist ein neues Mehrgenerationenhaus entstanden. Dort sollen durch verschiedene Angebote Jung und Alt, Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen Unterstützung erhalten und Gemeinschaft erfahren. 

„Mehrgenerationenhäuser sind zentrale Begegnungsstätten für Menschen verschiedener Generationen in einem Stadtteil. In Völklingen passt dies wunderbar zu unserem ‚Haus der Diakonie‘. Hier sind seit vielen Jahren eine ganze Reihe von Beratungs- und Begegnungseinrichtungen angesiedelt: vom Jugendmigrationsdienst über die Schuldner-, Sozial- und Arbeitslosenhilfe bis hin zur Völklinger Tafel“, sagte Oliver Kremp aus der Geschäftsführung des Diakonischen Werkes an der Saar (DWSAAR) anlässlich der Eröffnung des neuen Mehrgenerationenhauses in Völklingen. Die Mitarbeitenden seien in der Stadt gut vernetzt und wüssten auch um die Probleme der Menschen.  

Miteinander der Generationen für demografische Herausforderungen  

Auch aus dem für die Mehrgenerationenhäuser zuständigen Bundesministerium in Berlin ist hoher Besuch gekommen:  Elke Ferner, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und Bundestagsabgeordnete aus Saarbrücken.

„Für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft und die Bewältigung der demografischen Herausforderungen brauchen wir ein Miteinander der Generationen und kein beziehungsloses Nebeneinander. Mehrgenerationenhäuser leisten im kommunalen Gefüge dazu einen wichtigen Beitrag. Sie sind Orte, an denen Gemeinschaften entstehen und aktive Zusammenarbeit und Unterstützungsangebote gefördert werden  –  zwischen Alt und Jung, aber oft auch zwischen Menschen verschiedener Nationen und Kulturen“, erklärte sie bei der Eröffnung.  

Das „Haus der Diakonie“ wurde als eins von zehn bundesweit neuen Mehrgenerationenhäusern ausgewählt, um die Kriterien des 2017 startenden „Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus“ zu testen. Folgende Eckdaten werden dabei abgedeckt: Gestaltung des demographischen Wandels und Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. So sollen Ältere  bei der Bewältigung des Alltags unterstützt werden, etwa durch die Begleitung beim Einkaufen oder bei Behördengängen.  

Außerdem ist der Aufbau eines Patenschaftsprojekts geplant, bei dem Familien oder Einzelne zugewanderte Kinder im Alltag begleiten und in eigene Freizeitaktivitäten einbinden. Weitere generationenübergreifende Aktivitäten werden beispielsweise Spielen, Handarbeiten, Kochen oder Gesprächsrunden sein. All dies kann im Offenen Treff des Mehrgenerationenhauses, dem „Café Valz“  stattfinden, das seit vielen Jahren für die Völklinger Treffpunkt und Begegnungsstätte ist.  

Das Diakonische Werk hat sich für der Bundesprogramm 2017 beworben

Es gibt dort täglich ein Frühstück, dienstags Kaffee und Kuchen, einmal pro Monat ein Seniorencafé sowie das Repair-Café. Möglich ist dies auch durch das BIWAQ-Projekt (Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier) der Stadt Völklingen, mit dessen Umsetzung das DWSAAR beauftragt ist. Es ist ebenfalls im Haus der Diakonie angesiedelt. „Die Ziele und Inhalte beider Einrichtungen ergänzen sich in hervorragender Weise“, betonte Wolfgang Schönberger, Abteilungsleiter Offene Soziale Arbeit beim DWSAAR. Veranstaltungen könnten gemeinsam durchgeführt und die Öffnungszeiten des Cafe Valz erweitert werden.    

Finanziert wird das Mehrgenerationenhaus mit 30.000 Euro durch das Bundesministerium. Außerdem bezuschussen der Regionalverband Saarbrücken sowie die Stadt Völklingen jeweils mit 5000 Euro das Haus. Der Pre-Test läuft bis Ende dieses Jahres. Das DWSAAR hat sich für die Teilnahme an dem neuen Bundesprogramm ab 1. Januar 2017 beworben. „Wir hoffen, dass wir mit der Bewerbung erfolgreich sind und unsere Arbeit fortsetzen können“, sagte Schönberger.   

Für die Arbeit im Mehrgenerationenhaus werden noch Ehrenamtliche gesucht. Kontakt: Raphaela Leue, Telefon 06898 9147621, Mail mgh-vk@dwsaar.de   

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ekir.de / DWSAAR / 29.07.2016



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