Mirjamsonntag 2011

Verführung ist das Extra im Leben

Verführung ist ein "Extra, das uns herausfordert", sagt Dr. Rose Wecker aus Goch. Sie gehört zu denjenigen, die das Arbeitsheft zum Mirjamsonntag 2011 erarbeitet haben.

Ausschnitt des Titelbilds des Arbeitshefts zum diesjährigen Mirjamsonntag. Ausschnitt des Titelbilds des Arbeitshefts zum diesjährigen Mirjamsonntag.

Der Fachausschuss für Frauenfragen im Kirchenkreis Kleve mit ihrer Vorsitzenden Wecker hat das Arbeitsheft zum Mirjamsonntag am 25. September gestaltet. "Verführe uns Eva zum Leben!" lautet sein Titel. Rose Wecker (51): "Verführung erinnert uns daran, dass es in unserem Leben mehr gibt als Alltagstrott und Bequemlichkeit. Sie ist das Extra, das uns herausfordert, uns neue Horizonte zu erschließen."

Herausragend in der Reihe der Arbeitshefte zum Mirjamsonntag - ihre Erarbeitung kommt jedes Jahr aus einem anderen Kirchenkreis - ist in diesem Jahr eine Fotosession mit einer Fotografin. Die Ergebnisse, die Fotos von Nicole Peters, schmücken das Heft. Dazu haben sich die beteiligten Frauen verkleidet. Fachausschussmitglied Karla Verfers aus Goch: "Die Frauen haben sich durch diese Kleidung, die sie im ,normalen' Leben vielleicht nie angezogen hätten, verändert - nicht nur äußerlich."

Die 47-Jährige ist verheiratet, hat vier Töchter, ist Stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums der Evangelischen Kirchengemeinde in Goch und Yogalehrerin. Sie sagt rückblickend, angesprochen auf den Spaß, den die Fotos transportieren: "Das Wetter war gut, also auch die Laune. Als Modell zu agieren und selbst einmal etwas auszuprobieren und die Wirkung auf die anderen Frauen wahrzunehmen, macht einfach Spaß."

Guter Titel

Hat die Erarbeitung des Heftes den Ausschuss zu etwas verführt? Die in Feministischer Theologie promovierte Rose Wecker, Oberstudienrätin mit den Fächern Deutsch und Evangelische Religion an der Anne Frank Gesamtschule in Moers, sagt: "Die Erarbeitung des Heftes war eine ziemliche Herausforderung für eine Gruppe von Frauen, die Kirche größtenteils ehrenamtlich tragen und gestalten. Die Arbeit am Thema hat uns aber auch neu sehen gelehrt und uns als Gruppe noch stärker zusammenwachsen lassen." 

Es habe viele schöne Erfahrungen gegeben: "Die Aha-Erlebnisse in der gemeinsamen Arbeit, als wir zum Beispiel einfach so einen guten Titel gefunden hatten. Die Entdeckungen, die wir in unseren Biografien und in der Auseinandersetzung mit dem Bibeltext machten. Die vielen positiven Rückmeldungen auf unsere Arbeit." Die schönste Erfahrung sei allerdings "die Freude und der Stolz über das fertige Heft" gewesen. "Das Gefühl, etwas Tolles geschafft zu haben."

Der Mirjamsonntag wird in der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) am 14. Sonntag nach Trinitatis gefeiert. Er wurde im Liturgischen Kalender verankert, um Anliegen nach Gerechtigkeit für Frauen wach zu halten.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 15. September 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 19. September 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 15.09.2011



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