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Vorbeugung gegen Missbrauch

Eine Fortbildung für Pfarrer und eine Therapiestelle

Für Pfarrerinnen und Pfarrer gibt es im Herbst eine Fortbildung zum Thema Prävention von Missbrauch. Außerdem gibt es diese gute Nachricht: In Düsseldorf finden Menschen mit Neigung zur Pädophilie ein Therapieangebot.

Fortbildung in Fragen der Prävention von Missbrauch

„Damit Missbrauch keine Chance hat“ – so heißt eine eintägige Fortbildung für Pfarrerinnen und Pfarrer. Sie findet am 23. Oktober von 9.30 bis 15.30 Uhr in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe in Düsseldorf statt. Die Fortbildung ist eine Kooperation der Ansprechstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung der Evangelischen Kirche im Rheinland und der Fachstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung der Evangelischen Kirche von Westfalen und der Lippischen Landeskirche.

Themen der Fortbildung sind u.a. Risikoanalyse, Handeln im Verdachtsfall, Täterstrategien und Tätertypen, der Umgang mit Scham und peinlichen Situationen sowie Rechtsfragen. Ziel ist die Befähigung der Teilnehmenden, ihre Gemeinden oder Einrichtungen präventiv sicher zu machen, so Claudia Paul, die Beauftragte in der rheinischen „Ansprechstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“.

Die Teilnahme kostet inklusive Verpflegung 25 Euro. Anmeldungen sind erforderlich, Telefon 0211 / 36 10 – 312, E-Mail claudia.paul@ekir.de.

„Kein Täter werden“ hilft nun in NRW

Für Menschen mit Neigung zur Pädophilie gibt es neuerdings ein Therapieangebot in Nordrhein-Westfalen. Düsseldorf ist der neue Standort des Präventionsnetzwerks „Kein Täter werden“. Dort finden Menschen, die nicht straffällig geworden sind, eine kostenlose Therapie. Das Angebot gilt Menschen, die diese Frage für sich bejahen: „Lieben sie Kinder mehr als Ihnen lieb ist?“

„Wir haben die Stelle lange ersehnt“, sagt Claudia Paul, Beauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland in der „Ansprechstelle für den Umgang mit Verletzungen der sexuellen Selbstbestimmung“. Bisher habe sie nur nach Berlin verweisen können. Nun sei das Therapieangebot “Gott sei Dank“ in vielen Bundesländern vertreten. Die Finanzierung ist zunächst für drei Jahre gesichert, die EKD steuerte 10.000 Euro hinzu.

Betroffene wenden sich anonym per E-Mail praevention@med.uni-duesseldorf.de oder per Telefon 0211 / 811 93 03 an das Netzwerk. Internet: www.kein-taeter-werden.de 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 8. Juli 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 8. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 08.07.2014



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