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Jugendprogramm beim Missionale 2014. Jugendprogramm beim Missionale 2014.

Missionale

Noch weiter öffnen

Die Evangelische Kirche  im Rheinland sollte öfter "aus dem Gleis springen", mehr ausprobieren und sich weiter öffnen. Dazu ermunterte Präses Manfred Rekowski beim Missionale-Treffen in Köln.

Bienenstich und Berliner stehen bereit für die Bienenstich und Berliner stehen bereit für die "Stunde der Begegnung" des Missionale.

Eine „heilsame Unordnung“ wünscht sich Manfred Rekowksi, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, für seine Kirche. „Die Kirche beschäftigt sich im Moment sehr intensiv mit Finanz- und Strukturfragen. Sie darf sich aber nicht darauf reduzieren lassen“, sagte er vor Beginn der Missionale in Köln. „Wir müssen eine Kirche sein, die über sich hinauswächst“, forderte er während eines Pressegesprächs.

„Und ich bin kein Freund des Satzes ,Gegen den Trend wachsen'“, fuhr der Präses fort. Es gehe nicht zuletzt um die Weiterentwicklung in den Gemeinden: „Da kann beispielsweise eine Gemeinde, die in der Diakonie sehr engagiert ist, die Spiritualität entdecken. Und die Frommen entdecken vielleicht die Weltverantwortung.“

Auch Versuch und Irrtum wagen

Gottesdienste könnten an ganz anderen Orten als Kirchen gefeiert werden. Auch bei der Wahl von Kooperationspartnern habe man längst noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Auch gelte es, die Milieu-Grenzen zu überwinden. „Ich weiß, dass es vielen schwer fällt, die Nestwärme ihrer Gemeinde zu verlassen. Aber wir werden uns noch weiter öffnen müssen.“ Dabei gelte das Prinzip „Versuch und Irrtum“. Nicht alles müsse gleich von A bis Z geregelt werden, „bevor es in Serie geht“.

An Regelungen fehlte es in der rheinischen Kirche schließlich nicht: „Wenn man sich unsere Kirchenrechtssammlung ansieht, erscheint die Bibel im Vergleich dazu als übersichtliche kleine Broschüre“, so Präses Rekowski. „Wir als Kirche müssen einfach mal aus dem Gleis springen“, fuhr er fort. Er habe schon viele Menschen getroffen, die dazu Lust hätten: „Mir ist um die Zukunft unserer Kirche nicht bange.“

Fest und stabil, Fest und Feier

„Fest“ lautete das Motto der 37. Missionale in den Kölner Messehallen. „Wir fanden das als Wortspiel sehr inspirierend“, sagte Pfarrer Hans-Hermann Pompe, Vorsitzender von Missionale und Leiter des Zentrums Mission der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). „Einmal im Sinne von fest und stabil, andererseits im Sinne von Fest und Feier.“

Schließlich habe Jesus nicht zuletzt die Grundlagen gelegt, um mit den Menschen zu feiern. Man solle beim Feiern nicht die Orientierung verlieren, aber Gründe für Feiern gebe es genug. „Wir sollten die Gemeinden an ihren Festen messen und nicht an ihrer Spießigkeit“, so Pompe.

5.000 Teilnehmende

Seit 1981 findet Missionale jährlich in der Kölner Messe statt. Ein aus Mitgliedern mehrerer Landes- und Freikirchen sowie Werken zusammen gesetzter Trägerkreis verantwortet ökumenisch Programm und Durchführung von Missionale. Die Durchführung wird ganz überwiegend von ehrenamtlichen Kräften getragen. Auch in diesem kamen wieder 5.000 Besucherinnen und Besucher nach Köln, um sich für die alltäglich Gemeindearbeit ermutigen zu lassen: 2.500 Erwachsene, 2.000 Jugendliche und 500 Kinder.

Zahlreiche Workshops wurden angeboten. Präses Rekowski stellte sich der Frage „Wie viel Unordnung verträgt eine missionarische Kirche?“ In anderen Workshops ging es um die Festkultur in den Gemeinden, um Spiritualität im Alltag und um die Gestaltung der sonntäglichen Gottesdienste.

Jede Menge los war beim Jugendfestival. Street-Soccer, Basketball und Kreativ-Stände luden zum Mitmachen ein. Höhepunkt war der Auftritt von „Good Weather Forest“. Die bunt zusammengewürfelte Band rockte die Messehalle 11.1.

Einziger Wermutstropfen: Den kostenlosen Missionale-Kult-Bienenstich wird es im kommenden Jahr aus Kostengründen nicht mehr geben. Aber der Kaffee bleibt gratis.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Sonntag, 16. März 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Sonntag, 16. März 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / Stefan Rahmann / 16.03.2014



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