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Gottesdienst in Wuppertal: 150 Jahre christliche Mission in Indonesien

Was als Mission begann ist heute längst geschwisterliches Miteinander

Pressemitteilung Nr. 96/2011

Trotz aller unterschiedlichen Bezüge und Gesellschaften, trotz nicht vergleichbarer Herausforderungen feiern heute Christinnen und Christen in Deutschland und Indonesien 150 Jahre christliche Mission in Indonesien. Im „Hören auf Gottes Weisung, im Miteinander der Kirchen“ seien hiesige und indonesischen Kirche verwoben, teilten „die Sehnsucht nach Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung“, so Oberkirchenrätin Barbara Rudolph in ihrer Predigt im Festgottesdienst heute Abend (vgl. Sperrfrist!) in der Unterbarmer Hauptkirche in Wuppertal. 1861 hatte die damalige Rheinische Mission – ihre heutige Nachfolgeorganisation ist die Vereinte Evangelische Mission (VEM) in Wuppertal – ihre Arbeit auf der indonesischen Insel Sumatra begonnen.

Vor allem der Missionar Ludwig Ingwer Nommensen (1834 - 1918) engagierte sich in der Missionsarbeit und wird bis heute auf Sumatra als „Apostel“ der Batak verehrt. Die verschiedenen in der Missionsarbeit entstandenen evangelischen Kirchen in Indonesien sind in der VEM aktiv. Zum Jubiläumsfest in der indonesischen Stadt Tarutung am vergangenen Sonntag kamen 20.000 Menschen. Eingeladen hatte die größte protestantische Kirche Asiens, die Christlich-Protestantische Toba-Batak-Kirche (HKBP).

Nommensen: Der erste Missionar wird heute als Apostel der Batak verehrt

In ihrer Predigt in der Unterbarmer Hauptkirche, die die Aussendungskirche der rheinischen Missionare war, erklärt Ökumene-Chefin Rudolph weiter: „Wir feiern weit mehr als den Beginn der Batak-Mission, weit mehr als den Beginn der Batak-Kirchen in Indonesien. Wir feiern unseren Gott.“ Es gelte, nicht zu kleingläubig, sondern voller Erwartung das Heute und das Morgen miteinander zu leben, so die Theologin über das Miteinander indonesischer und hiesiger Christinnen und Christen.

Für Barbara Rudolph ist klar, dass zum Feiern des Jubiläums auch ein Wort der Kritik gehört. „Heute sehen wir mitunter kritisch auf den Weg der Missionare. Zu oft haben sie, so auch in Indonesien, sich mit der Kolonialmacht verbündet.“ Kirchen und Missionsgesellschaften hätten sich mit dieser Vergangenheit kritisch auseinandergesetzt. Andererseits wisse sie, dass die Partnerperspektive lautet: „Wir feiern den Tag, als die Missionare zu uns kamen, und nicht den Tag, als die Missionare gingen.“ Rudolphs Fazit: „Wir lernen als die ehemaligen Missionare die Freude an Gottes Evangelium wieder neu durch unsere Geschwister. Wir lernen, wie Gottes Weisung Frieden schafft und Versöhnung schenkt.“

Rudolphs Predigt liegt der Text über das kommende Friedensreich Gottes aus dem Micha-Buch zugrunde, ein „besonderer Text“, hatte ihn doch einst Missionar Nommensen für seine erste Predigt auf Sumatra ausgesucht. Rudolph: „Es ist, so will ich es einmal sagen, der Taufspruch der Batak-Kirche.“

 

Hinweis an die Redaktionen: Das Predigtmanuskript hängt an. Bitte beachten Sie die Sperrfrist und den Wortlautvorbehalt!

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 7. Oktober 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 7. Oktober 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf/Wuppertal / EKiR-Pressestelle / 07.10.2011



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