Landessynode 2018

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Interkulturelle Öffnung ist durch das neue Mitarbeitendengesetz nun in Einrichtungen der rheinischen Kirche möglich. Interkulturelle Öffnung ist durch das neue Mitarbeitendengesetz nun in Einrichtungen der rheinischen Kirche möglich.

Landessynode 2018

Nicht-Evangelische können nun mitarbeiten

Die rheinische Kirche regelt die Mitarbeit von Menschen, die nicht der evangelischen Kirche angehören, neu. Damit setzt sie eine EKD-Richtlinie von 2016 um. Sie folgt dem Anliegen der Interkulturellen Öffnung und begegnet so dem Mangel an qualifizierten evangelischen Bewerberinnen und Bewerbern in einigen Arbeitsbereichen.

Tätigkeiten in der Verkündigung, Seelsorge und Bildung bleiben weiterhin evangelischen Christinnen und Christen vorbehalten, allerdings werden diese Bereiche teilweise etwas anders gefasst, so dass z.B. für die Mitarbeit in Kindertagesstätten nun differenzierte Regelungen möglich sind.

Andere Arbeitsfelder kirchlichen Handelns werden grundsätzlich auch für Christinnen und Christen aus anderen Konfessionen geöffnet, deren Kirchen der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen oder dem Internationalen Kirchenkonvent angehören.

Die Mitarbeit nicht-evangelischer Christinnen und Christen ist nun grundsätzlich möglich, daher heißt das Gesetz "Mitarbeitendengesetz" und nicht mehr "Mitarbeitenden-Ausnahmegesetz". Nicht-christliche Mitarbeitende können eingestellt werden, wenn es um Arbeitsbereiche geht, die der Interkulturellen Öffnung dienen oder Menschen betreut werden, die keiner christlichen Kirche angehören.

Kirchliche Körperschaften bestimmen selbst, wieweit sie sich öffnen

Das neue Gesetz gibt den kirchlichen Körperschaften nun die Kompetenz, selbst zu bestimmen, wieweit sie sich öffnen. Das Leitungsorgan einer kirchlichen Körperschaft erstellt eine theologische Grundkonzeption, diese ist Grundlage für die Einstellung von Mitarbeitenden, die nicht der evangelischen Kirche angehören.

Dies kann dazu führen, dass es in einigen Gemeinden und Kirchenkreise ein engeres Verständnis der konfessionellen Anforderungen an die berufliche Mitarbeit gibt und andere eine weitergehende Öffnung erlauben. Beides muss auf die Situation vor Ort bezogen theologisch begründet werden.

Aufgaben der Dienststellenleitung und der Leitung von Einrichtungen, Tätigkeiten der kirchlichen Verwaltung oder Beschäftigung in C-Kirchenmusikstellen werden so für Bewerberinnen und Bewerber aus einer ACK-Kirche oder aus einer Gemeinde, die zum Internationalen Kirchenkonvent oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen angehört,  geöffnet.

Darüber hinaus können für Aufgaben der Offenen Kinder- und Jugendarbeit und für die pädagogische Tätigkeit in evangelischen Schulen und Kindertagesstätten und in Einrichtungen der Erwachsenen- und Familienbildung auch nichtchristliche Bewerberinnen und Bewerber eingestellt werden, wenn in einem erheblichen Umfang Personen betreut werden, die keiner christlichen Kirche angehören, oder wenn die Beschäftigung der Interkulturellen Öffnung dient.

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ekir.de / rpr, Foto: epd-Bild/Rolf Zöllner / 11.01.2018



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