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Stadtdechant Bernhard Lücking (.) und Superintendent Armin Schneider bei der Präsentation des Plakates 'Wir sind MitMenschen' in Duisburg. Stadtdechant Bernhard Lücking (.) und Superintendent Armin Schneider bei der Präsentation des Plakates "Wir sind MitMenschen" in Duisburg.

Duisburg

Gesicht zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit

Die Botschaft „Gottes Wort lehrt Nächstenliebe, nicht Hass“ ist eindeutig. Sie ist auf den Plakaten, die in evangelischen und katholischen Gemeinden und in öffentlichen Gebäuden der Stadt Duisburg angebracht werden, nicht zu übersehen. Ebenso wenig wie die Menschen, die auf den Plakaten Gesicht gegen Fremdenfeindlichkeit zeigen.

„Vor Fremdenhass und dumpfen Stammtischparolen ducken wir uns nicht weg“, betont der Superintendent des Kirchenkreises Duisburg, Armin Schneider. Vielmehr „setzen wir ihnen unsere Argumente, unseren Glauben, unsere Menschlichkeit entgegen. Deshalb: Gesicht zeigen.“

Stadtdechant Bernhard Lücking ist der Evangelischen Kirche im Rheinland dankbar für die Aktion „Wir sind MitMenschen“, an die sich die Duisburger Kirchen mit ihren Plakaten anlehnen. „So können wir in ökumenischer Einmütigkeit zeigen: Wir nehmen das Evangelium ernst und betrachten das Wort Jesu ,Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen' (Mt 25, 35) nicht als frommen Spruch, sondern wollen es im Alltag, in der jetzigen gesellschaftlichen Wirklichkeit leben und bezeugen gegen jede Form von Fremdenfeindlichkeit und Ausländerhass.“

Auf dem Plakat zu sehen sind neben Oberbürgermeister Sören Link Bundestags- und Landtagsabgeordnete, Nicole Uphoff, Olympiasiegerin im Dressurreiten, Unternehmerin Gabriela Grillo, Kabarettist Kai Magnus Sting sowie weitere Persönlichkeiten der Stadtgesellschaft. Für Polizeipräsidentin Dr. Elke Bartels sind diese Worte Motivation für ihre Teilnahme: „Unser Nächster ist jeder Mensch, besonders der, der unsere Hilfe braucht.“

Gottes Liebe gilt allen Menschen

Für Dr. Jan-Pieter Barbian, Direktor der Stadtbibliothek Duisburg, sind es diese Worte: „Gottes unendlich große Liebe ist den Menschen gewidmet - allen gemeinsam, ohne Unterschied der Herkunft, Hautfarbe, Sprache oder Kultur.“

Die Bundestagsabgeordnete Bärbel Bas findet, „Hass und Hetze werden immer offener zur Schau gestellt – ob auf der Straße oder im Internet. Umso wichtiger ist, dass wir offen gegenhalten und Gesicht zeigen gegen Fremdenfeindlichkeit. Unsere Heimatstadt Duisburg ist weltoffen und tolerant.“

Aktiv positionieren

Auch Daniel Wörmann, Vorsitzender des Katholikenrats Duisburg, der ebenfalls sein Foto zur Verfügung stellte, begrüßt die Aktion. „Es ist wichtig, dass wir als Kirche und Gesellschaft uns aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit positionieren und jeder einzelne mit Namen und Gesicht deutlich macht, dass wir Fremdenfeindlichkeit und -hass nicht akzeptieren."

Nur so sei es möglich, stumpfen Stammtischparolen und menschenverachtenden Äußerungen entgegenzutreten. "Mir ist jeder deutsche Fremdenfeind fremder als jeder friedfertige ,Fremde'.“

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ekir.de / rs / 12.08.2016



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