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Foto: Petra Warrass Die Generationenwerkstatt Flingern-Süd wurde in der Kategorie "Partizipation" geehrt

Schule und Kultur

Nistkästen und Seifenkisten entstehen nach Ideen der Kinder

Sieben Kooperationen von Schulen mit kulturellen Einrichtungen haben am Montag den "Mixed up"-Preis erhalten. Unter den Preisträgern ist auch die Düsseldorfer Generationenwerkstatt Flingern-Süd.

Die jeweils mit 2.500 Euro dotierte Auszeichnung des Bundesfamilienministeriums und der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung ging an Projekte in München, Berlin, Wiesbaden, Düsseldorf, Oldenburg/Bad Zwischenahn und Menteroda. Bettina Bundszus-Cecere, Abteilungsleiterin im Bundesfamilienministerium, überreichte die Preise in Düsseldorf während einer Fachtagung.

"Kulturdonnerstag" und Forscherlabor

Der "Mixed up"-Länderpreis NRW ging an die Gemeinschaftsgrundschule Schönforst in Aachen für ihren "Kulturdonnerstag". Dabei werden zusätzlich zum Unterricht donnerstags Kurse aus unterschiedlichen künstlerischen Sparten angeboten. Die Schule arbeitet dabei mit Partnern wie der Musikschule Aachen zusammen. "Kulturelle Bildung und die Begegnung mit unterschiedlichen künstlerischen Sparten werden an der Grundschule Schönforst als Querschnittsaufgabe verstanden, die selbstverständlich zum schulischen Leben und Lernen gehört", würdigte NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann das Projekt.

In der Kategorie "Partizipation" wurde die Düsseldorfer Generationenwerkstatt Flingern-Süd geehrt, eine Kooperation des Künstlervereins "Keywork - Soziale Plastik im Quartier", des Seniorentreffs Zentrum Plus der Diakonie und der Katholischen Grundschule Mettmanner Straße. Handwerklich versierte Senioren treffen sich drei Mal pro Woche nachmittags mit Künstlern und Kindern. In einer offenen Kunstwerkstatt, einer Holzwerkstatt und einem Forscherlabor entstehen nach den Ideen der Kinder kleine Raketen, Nistkästen für Vögel, Flugzeuge oder auch Seifenkisten.

Von der Romantik bis zu aktuellen Theaterinszenierungen

Die Schüler der Friedrich-von-Bodelschwingh-Schule für Kinder und Jugendliche mit körperlichen Behinderungen in Wiesbaden erhielten den Preis für ein von ihnen konzipiertes Theaterstück. Unterstützung bekamen sie dabei von der Theaterwerkstatt Staatstheater Wiesebaden, vom „tanzlabor 21“ und weiteren Künstlern.

In München erarbeiteten Flüchtlinge der "SchlaU-Schule" in Kooperation mit den Münchner Kammerspielen eine Theaterinszenierung, in die sie ihre eigenen Erfahrungen einbrachten. Die SchlaU-Schule bietet Unterricht für unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge an und nutzt unter anderem das Medium Theater.

Ebenfalls geehrt wurde eine Fahrradtour durch die Epoche der Romantik, die 15 Schüler der achten Klasse der Staatlichen Regelschule Menteroda unternahmen. Gemeinsam mit drei Künstlern besuchten sie unter anderem die Städtischen Museen Jena, den Literaturkreis Novalis Weißenfels und das Novalis-Museum Schloss Oberwiederstedt.

Kulturprogramm für Flüchtlinge

Ein Kulturprogramm für junge Flüchtlinge aus 14 Ländern bot das Projekt "Orte in der Fremde - Vernetzungen" der Hauptschule Bad Zwischenahn mit "slap - social land art project". Die Jugendlichen erkundeten Jugendzentren, Kunstschulen, Kirchen, Museen, Parks und die Landschaft im Landkreis Ammerland und dokumentierten ihre Erlebnisse auf Landkarten und mit Kunstwerken. Als "Dauerbrenner" zeichnete der "Mixed up"-Preis die seit zehn Jahren bestehende Kooperation der Erika-Mann-Grundschule und des MACHmit!-Museums für Kinder in Berlin aus.

Der "Mixed up"-Wettbewerb prämiert seit dem Jahr 2005 gelungene Modelle der Zusammenarbeit zwischen Trägern der Kulturellen Bildung und Schulen in Deutschland. Insgesamt werden Preisgelder in Höhe von 15.000 Euro vergeben. Zudem lobt seit 2013 im Wechsel jeweils ein Bundesland einen siebten Preis aus. In diesem Jahr ist Nordrhein-Westfalen Partnerland.

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ekir.de / epd / Foto: Petra Warrass / 27.10.2015



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