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Kirchturm hochklappen, Tür öffnen - fertig: die 'Mobile Kirche' der Evangelischen Kirchengemeinde Daun Kirchturm hochklappen, Tür öffnen - fertig: die "Mobile Kirche" der Evangelischen Kirchengemeinde Daun.

Mobile Kirche

Gemeinde macht sich auf den Weg

Vor dem Gottesdienst muss erst einmal der Glockenturm hochgeklappt und das Kirchenzelt aufgespannt werden – wem das ungewöhnlich vorkommt, hat natürlich recht. Die „Mobile Kirche“ der Evangelischen Kirchengemeinde Daun ist auch etwas ganz Besonderes.

Die Die "Mobile Kirche" von innen.

Mit dem Kirchenmobil – ein von vielen Ehrenamtlichen liebevoll umgebauter Kofferanhänger – begibt sich ein Team um den Dauner Pfarrer Frank Meckelburg zu Menschen, welche die einzige evangelische Kirche in der weitverzweigten Diasporagemeinde nicht besuchen können – weil die Anfahrt zu weit, zu beschwerlich, zu abwegig ist.

„Die Mobile Kirche ist ein Angebot, das nicht darauf setzt, dass Menschen sich auf den Weg machen, sondern das zeigt, dass sich die Gemeinde selbst auf den Weg macht zu den Menschen“, erläutert Pfarrer Frank Meckelburg, der das Projekt gemeinsam mit seinem mittlerweile zehnköpfigen Team ins Leben gerufen hat.

Zuerst sollte die "Mobile Kirche" ein traditioneller Bauwagen sein

Die ersten Planungen begannen bereits 2006 – vom ursprünglich angedachten traditionellen Bauwagen mussten die Dauner jedoch schnell wieder Abstand nehmen, zu groß waren die technischen und organisatorischen Probleme. Als jedoch die zweite Pfarrstelle der Gemeinde gestrichen wurde, war dies der Startschuss für die „Mobile Kirche“.

Von Frühjahr bis Herbst wird sich das Team mit ihrem Kirchenmobil nun auf den Weg machen, um Gottesdienste in den Orten außerhalb Dauns anbieten zu können. Der erste Gottesdienst in der „Mobilen Kirche“ selbst findet am 20. Juli in Mehren statt.

Das Kirchenmobil bekommt noch ein richtiges Kirchenfenster

Noch ist das Dauner Kirchenmobil nicht ganz komplett: Neben seinem transportablen Glockenturm mit funktionierender Turmuhr bekommt es noch ein richtiges, rundes Kirchenfenster. Außerdem fehlen noch weitere Klappstühle für die Bestuhlung des Kirchenzelts. Aber auch wenn sie noch nicht ganz fertig ist, zeigt sich bereits jetzt: Mit relativ geringen Mitteln, viel Kreativität und Unterstützung Ehrenamtlicher wird die „Mobile Kirche“ zum Leben erweckt – und verbindet Menschen schon jetzt über die Gemeinde hinaus.

Auch der Trierer Superintendent Dr. Jörg Weber lobte das Konzept der „Mobilen Kirche“ beim Einweihungsgottesdienst: „Ich finde, solche Ideen braucht unsere Kirche, und mancher kann davon lernen“, so Weber. „Kirche ist mehr als ihre Gebäude. Kirche ist da, wo Menschen miteinander über ihren Glauben und ihr Leben, ihre Erfahrungen reden. Miteinander feiern, essen und trinken. Gemeinschaft erleben in Gottes Namen. Und von Gott und der Welt reden.“

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ekir.de / Maike Roeber, Fotos: Esther Meckelburg / 27.05.2014



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