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Traktorfahrt Ein bisschen Zeit zum Relaxen und Quatschen: Mit insgesamt vier Traktoren wurden die Konfirmandinnen und Konfirmanden zur Starkenberger Mühle kutschiert.

5.000 Brote

Mit dem Traktor zum Mehlmahlen

Vor dem Brot ist das Mehl: Um sich auf die Teilnahme an der Aktion „5.000 Brote“ vorzubereiten, besuchte eine Konfigruppe aus Enkirch an der Mosel eine historische Mühle. Schon die Hinfahrt mit Traktoren war ein Highlight.

„Wie kriegt man Korn zu Mehl?“ Pfarrerin Edeltraud Lenz blickt fragend in die Runde. Sie steht mit 15 Konfirmanden und Konfirmandinnen auf einer idyllischen Waldlichtung vor der historischen Starkenburger Mühle bei Enkirch an der Mosel. Die Konfis zucken mit den Achseln.

„Vielleicht geht’s ja damit“, schlägt Edeltraud Lenz vor und holt einen kleinen Mörser mit Stößel aus der Tasche. Sie füllt etwas Korn hinein und gibt den Mörser an Tristan und Aaron weiter. Die beiden 13-Jährigen versuchen das Korn zu zerkleinern. Trotz geballter Kraft – es geht nicht.

Korn mit der Kaffeemühle mahlen: effektiv, aber aufwendig

Zweiter Versuch: zerkleinern mit einer Kaffeemühle. Isabel probiert es aus. Sie muss sich ein bisschen anstrengen, aber nach kurzer Zeit hat sie ein kleines Häufchen grobes Mehl produziert – effektiv, aber aufwendig. Wie das Prinzip Mühle für große Mengen Korn funktioniert, sollen die Konfis gleich in der historischen Mühle erfahren.

Edeltraud Lenz hat ihre Konfis an diesem Nachmittag zum Mühlenausflug zusammengetrommelt, um sie auf die Teilnahme an der Aktion „5000 Brote“ einzustimmen, einer Zusammenarbeit von Brot für die Welt, evangelischen Kirchengemeinden und Bäckereien. Im Aktionszeitraum zwischen Erntedank und 1. Advent werden Konfirmandinnen und Konfirmanden mit ihren örtlichen Bäckern Brote backen und zugunsten von Projekten von „Brot für die Welt“ verkaufen.

Lernen, Tradition und Werte miteinander verbinden

„Ich finde die Aktion toll “, sagt die Pfarrerin. „Und Brot ist ein vielseitiges Thema, es ist Nahrungsmittel und auch biblisches Lebensmittel.“ Mit Konfirmanden arbeitet sie gerne erlebnispädagogisch. „Beim Brotbacken oder auch hier bei diesem Ausflug können wir soziales Lernen, Tradition und Werte wie Gemeinschaft, Bewahrung der Schöpfung miteinander verbinden und begreifbar machen.“

Das gefällt auch Dr. Stefan Drubel, Leitender Dezernent in der Bildungsabteilung des Landeskirchenamtes:„Genau so haben wir uns das vorgestellt: dass die Aktion ,5000 Brote’ anregt, vor Ort etwas zu unternehmen.“ Drubel begleitet heute die Konfirgruppe, um mit ihnen gemeinsam diesen „Meilenstein des Brotes“ zu erleben. „Bei der Aktion geht es eigentlich um das Bäckerhandwerk. Dass wir jetzt auch noch mit ehrenamtlichen Müllern zu tun haben, freut mich sehr", sagt er.

Das Korn klappert aus dem Rüttelschub

Der ehrenamtliche Müller heißt Michael Spier und gehört zum regionalen Mühlenverein. Der gelernte Dachdecker führt die Konfis durch die kleine dunkle Bauernmühle aus dem Jahr 1796. Über eine schmale Holzsteige geht es zum Fülltrichter. Spier erklärt, wie das Korn dort reingeschüttet und durch den Rüttelschub herausgeklappert wird. „So nennt man das wirklich“, sagt er. „Wie in dem Lied von der Mühle, die am rauschenden Bach klappert.“ Das Korn fällt dann auf zwei 800 Kilogramm schwere Mühlsteine, zwischen denen es zu feinen Mehl zerrieben wird.

Betrieben wird das 4 PS-starke Mahlwerk mit Wasser aus dem Ahrringsbach, vorrausgesetzt, er hat genug Wasser. Die Technik ist kompliziert, Nico findet sie aber besonders faszinierend: „Das funktioniert hier anders als zum Beispiel in der Enkircher Mühle. Das wusste ich vorher noch nicht“, sagt der 13-Jährige, der selbst schon Mitglied im Mühlenverein ist. Auch die anderen Konfis sind zufrieden mit der Führung durch die Mühle. „Das hat Spaß gemacht“, sagt Tristan. „Und ich freue mich jetzt schon auf das Brotbacken.“

Kirchengemeinden können ihre Konfigruppen noch für die Aktion „5.000 Brote“ anmelden.

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ekir.de / Christina Schramm, Fotos: Michél Schier / 03.07.2014



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