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Eröffnung der Nacht der Kirchen 2014 im Saarland. Eröffnung der Nacht der Kirchen 2014 im Saarland in der Saarbrücker Ludwigskirche.

Saarland / Bonn

Erfolgreiche Nächte der Kirchen

Geschmack getroffen: Zehntausende Menschen nahmen am Pfingstwochenende die Einladung der Kirchen an und strömten im Raum Bonn und im Saarland nachts in die katholischen und evangelischen Kirchen.

Kunstvoll angestrahlte Gotteshäuser. Kulturelle Darbietungen, in denen Christinnen und Christen von ihrem Glauben erzählten. Musik, Tanz, Lesungen, gemeinsames Essen und Trinken – die zweite ökumenische saarlandweite Nacht der Kirchen bot außergewöhnliche Einblicke in kirchliches Leben. Nach ersten Schätzungen kamen in die zahlreichen Veranstaltungen in den 51 Kirchen mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher.

Nicht nur in den Städten, auch im ländlichen Raum zogen die geöffneten Gotteshäuser die Menschen an. „Die Nacht der Kirchen auch über die Grenzen der Landeshauptstadt hinaus anzubieten, hat sich bewährt“, betont Christian Weyer, Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Saar-West. Sie sei zu einem großen ökumenischen Fest im Saarland geworden. Die Nacht der Kirchen fand jetzt zum siebten Mal statt.

Trotz großer Hitze sangen mehr als 800 Menschen im Eröffnungsgottesdienst in der Saarbrücker Ludwigskirche begeistert die neuen geistlichen Lieder mit der Band „The Beavers“. Von dort aus wurde anschließend das Pfingstfeuer in die Gemeinden geschickt. „Mitreißende Musik, Kunst und Kultur von hoher Qualität, eine amüsante Lesung vor vollem Haus und schöne Gemeinschaft im Feiern, Singen, Beten und Hören – das habe ich in der siebten Nacht der Kirchen erlebt“, sagt Weyer. Er habe gestaunt, wie bunt und lebendig das Leben in den Kirchengemeinden ist. „Was mich besonders beeindruckt hat, war die Freude, mit der Hauptamtliche und ganz viele Ehrenamtliche am Werk waren“, so Weyer.

Positive Bilanz zur 6. BonnerKirchenNacht

Tausende Menschen aus Bonn und der Region hat die 6. Bonner Kirchennacht am Freitag vor Pfingsten bewegt. Fast durchweg berichten die Gemeinden von gutem bis sehr gutem Besuch an den 42 Veranstaltungsorten zwischen Mehlem und Buschdorf, Hardtberg und Beuel. "Zum zweiten Mal am Freitag vor Pfingsten hat sich dieser Termin nur bewährt", erklärt Pfarrer Ernst Jochum, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Bonn. Die ersten vier Kirchennächte hatten in Bonn noch zur kalten Jahreszeit, Ende November zum Auftakt des Advents stattgefunden.

Wie im Saarland gehen die Veranstalter von insgesamt 15.000 Besucherinnen und Besuchern aus. Vor allem die musikalischen und spirituellen Angebote sind laut dem Bonner Pfarrer und Pressesprecher Joachim Gerhardt besonders angenommen worden. Sogar zu später Stunde seien noch Massen unterwegs gewesen.

Wie zum Beispiel in der Kreuzkirche am Kaiserplatz in der Bonner City, in der sich abends um 22 Uhr noch weit über 800 Menschen zu einem fulminanten Konzert mit der Klezmergruppe "Dance of Joy" zusammenfanden. Mit überschäumendem Temperament und Einfühlungsvermögen, mit Humor und Charme spielten sich die vier Musiker aus den Niederlanden Johanna Schmidt (Violine), Johannes Flamm (Klarinette), Alfred Krauss (Akkordeon) und Werner Lauscher (Bass) in die Herzen ihrer nächtlichen Zuhörer, eindrucksvoll verstärkt um die Kantorei der Kreuzkirche unter Leitung von Karin Freist-Wissing und Stefan Horz an der Orgel. Von traurig bis himmelhoch jauchzend, von tiefer Leidenschaft bis zu meditativer Einfachheit erklang ein munteres Cross-Over von Klezmer und Werken von Johann Sebastian Bach. Stehende Ovationen der Kirchennachts-Gemeinde.

Die Bonner Kirchennacht, bislang alle zwei Jahre gefeiert, hat sich zu einem "geistlichen Höhepunkt im Kulturkalender der Stadt" entwickelt, so Gerhardt. Das traumhafte Wetter habe auch einen "munteren Wechsel" der Veranstaltungsorte zu Fuß oder per Fahrrad möglich gemacht. Die Chance, bei gutem Wetter auch vor den Kirchen Menschen mit Programm anzusprechen, sei groß und könne sogar noch besser genutzt werden. Besuchermagneten waren die Innenstadtkirchen rund um die Kreuzkirche und das Münster.

Aber auch das Konzept, die Kirchennacht stadtweit zu feiern, sei aufgegangen, wie der rege Zulauf zum Beispiel zur "Afrikanischen Nacht" in der Johanniskirche in Duisdorf gezeigt habe. Pfarrer Jochum: "Es scheint gelungen, viele Menschen anzusprechen, die schon länger nicht mehr in einer Kirche waren."

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 10. Juni 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 10. Juni 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / 10.06.2014



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