Nahost

EKiR veröffentlicht Diskussionsimpuls zur Lage in Israel / Palästina

Die Konfliktlage im Nahen Osten nimmt nicht ab. Im Gegenteil. Auch die Ereignisse der letzten Tage haben noch einmal eine weitere Zuspitzung der Situation markiert.

Ökumene-Chefin der rheinischen Kirche: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph. LupeÖkumene-Chefin der rheinischen Kirche: Oberkirchenrätin Barbara Rudolph.

Sowohl der Angriff auf die israelische Botschaft in Kairo, als auch die dramatische humanitäre Situation im Gazastreifen und in Teilen der Westbank führen einen bis an den Rand der Ausweglosigkeit zugespitzten Konflikt vor Augen. Mit Spannung und mit Sorge erwartet man die bevorstehenden Auseinandersetzungen über die Anerkennung eines palästinensischen Staates bei der UN.

Die Evangelische Kirche im Rheinland hat die sich in den letzten Jahren zunehmend verschärfende Diskussion um diese Problematik wahrgenommen und hat in einem ausführlichen Prozess ein Diskussionspapier erarbeitet, das vor allem ein Ziel verfolgt: Menschen wieder miteinander ins Gespräch zu bringen, die sich in ihren Solidarisierungen auch innerhalb unserer Kirche zum Teil weit auseinander dividiert hatten. Oft fand zwischen denen, die sich entweder nur der Solidarität mit Palästina oder nur der Solidarität mit Israel verpflichtet sahen, kein konstruktiver Austausch mehr statt. Das nun vorgelegte Papier möchte hier einen neuen Impuls setzen und wieder neue Gesprächsmöglichkeiten eröffnen.

Die Diskussion im Rheinland, die zu dem jetzt vorgelegten Papier geführt hat, wurde maßgeblich angestoßen durch das Ende 2009 veröffentlichte Papier „Stunde der Wahrheit. Ein Wort des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe aus der Mitte des Leidens der Palästinenser und Palästinenserinnen“, das seinerzeit sehr kontrovers aufgegriffen worden war. Ziel des vorgelegten Diskussionsimpulses ist es nun, sagt die Leiterin der Ökumene-Abteilung Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, „unser Bekenntnis zur Treue Gottes zum jüdischen Volk noch erkennbarer als bisher mit unserer Verbundenheit auch mit dem palästinensischen Volk und insbesondere mit unseren palästinensischen Mitchristinnen und Mitchristen in Einklang zu bringen“.

Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland hat in ihrer Sitzung Anfang September die Veröffentlichung des Diskussionspapiers beschlossen.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 16. September 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 16. September 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / haa, neu; Foto: ekir.de/ Anna Siggelkow / 16.09.2011



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