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Sehnsucht nach dem kommenden Gottesreich
Präses Nikolaus Schneider. Foto: Sandra Stein / evangelisch.de / ekir.de
In seiner Neujahrsbotschaft 2013 erläutert der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Präses Dr. h.c. Nikolaus Schneider, die Jahreslosung aus dem Hebräer-Brief des Apostels Paulus: "Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir." Dieser biblische Text wolle die Menschen verändern und in Bewegung setzen. Was ja gut zu einem Jahresbeginn passe: "Mit dem Anfang eines neuen Jahres verbinden sich viele Wünsche und Hoffnungen. Es ist eine Zeit guter Vorsätze."
Der Text mahne dazu, sich nicht mit dem „Hier und Heute“ zufrieden zu geben, sondern nach dem zukünftigen, von Gott verheißenen Leben zu suchen. „Wir haben hier keine bleibende Stadt“ – das meine auch ganz realistisch die Vergänglichkeit alles Irdischen, die menschliche Sterblichkeit, beispielsweise auch das Scheitern von Friedensarbeit und Versöhnung.
Nikolaus Schneider: "Doch die Sehnsucht nach dem kommenden Gottesreich soll uns nicht dazu führen, das gegenwärtige Leben gering zu achten." Die Jahreslosung 2013 weise einen Weg, unsere Gegenwart hoffnungsvoll anzunehmen und zu gestalten. "Sie will uns in Bewegung setzen – nicht um zu haben, zu halten und zu bleiben, sondern um zu suchen, aufzubrechen und zu verändern." In der Nachfolge Jesu Christi scheine uns aus der zukünftigen Stadt Gottes ein warmes, wegweisendes Licht mitten in die Wirrnisse unserer Städte und unseres Lebens hinein.
ekir.de / neu / 30.12.2012
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