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Vizepräses Christoph Pistorius (v.r.) und Weihbischof Jörg Michael Peters auf dem Diakonie-Sofa beim Rheinland-Pfalz-Tag, im Gespräch mit Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr. Vizepräses Christoph Pistorius (v.r.) und Weihbischof Jörg Michael Peters auf dem Diakonie-Sofa beim Rheinland-Pfalz-Tag, im Gespräch mit Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr.

Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied

Diakonie empfängt auf der "Blauen Couch"

Mit einem informativen und unterhaltsamen Programm präsentierte sich die Diakonie auf dem Rheinland-Pfalz-Tag in Neuwied. Auf dem blauen Sofa der Diakonie nahmen u.a. Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Vizepräses Christoph Pistorius Platz.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf der Ministerpräsidentin Malu Dreyer auf der "Blauen Couch" der Diakonie.

Drei Tage lang standen auf der Diakonie-Bühne Interviews mit rheinland-pfälzischen Spitzenpolitikern und zahlreiche Auftritte kirchlicher Gruppen im Mittelpunkt. Die Präsentation auf der "Kirchenmeile" beim Landesfest hatte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Neuwied unter dem Motto "Unter einem Himmel" gestaltet. Das Diakonische Werk Neuwied sorgte für ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm.

Landesdiakoniepfarrer Albrecht Bähr konnte auf der "Blauen Couch" fast das gesamte rheinland-pfälzische Kabinett sowie Ministerpräsidentin Malu Dreyer begrüßen. Auch die Mainzer Oppositionsführerin Julia Klöckner, Oberbürgermeister Nikolaus Roth und Landrat Rainer Kaul nahmen sich Zeit für die Fragen des Landespfarrers. In einer gemeinsamen Gesprächsrunde diskutierten der rheinische Vizepräses Christoph Pistorius und der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters mit Bähr u.a. über aktuelle kirchliche Fragen.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer bezeichnete Rheinland-Pfalz als "Weltmeister beim Ehrenamt". Über 1,4 Millionen Bürgerinnen und Bürger seien ehrenamtlich aktiv. "Das sind 1,4 Millionen Glücksfälle", so die Ministerpräsidentin. "Das ist ein großer Schatz."

Ministerpräsidentin wünscht sich schnellen ökumenischen Fortschritt

Ein guter Kontakt zu den Kirchen im Land sei ihr persönlich sehr wichtig, so Dreyer im Gespräch mit Pfarrer Bähr. Rheinland-Pfalz sei eines der ersten Bundesländer gewesen, das sich für einen einmaligen Feiertag zum Reformationsjubiläum 2017 ausgesprochen habe.

Die Ministerpräsidentin, die als Katholikin engagiert ist, wünschte sich abschließend, die beiden großen christlichen Konfessionen sollten mehr über das Gemeinsame als über Trennendes sprechen. "Ich wünsche mir, dass es mit der Ökumene schnell vorangeht."

Oppositionsführerin mag evangelische Lieder

Oppositionsführerin Julia Klöckner wies darauf hin, dass das Jubiläum der Reformation die Blicke der ganzen Welt auf Deutschland richten würde. Klöckner, die sich ebenfalls in der katholischen Kirche engagiert, verriet im Interview mit Albrecht Bähr, dass ihr an der protestantischen Kirche "das Liedgut und das Prinzip des Pfarrhauses als Familie" gut gefalle.

Die Mainzer CDU-Politikern mahnte eine sparsame Politik an, um u.a. Geld für soziale Zwecke verwenden zu können. "Das Geld, das der Nürburgring verschlungen hat, hätte ich lieber in Inklusion und die Schulen gegeben."

Begeisternde Stimmung

Neuwieds Oberbürgermeister Nikolaus Roth betonte die Tradition "von Toleranz und Achtung in der Stadt". Im 17. Jahrhundert herrschte in Neuwied dank eines fürstlichen Dekrets Religionsfreiheit. Rainer Kaul, der Landrat des Kreises Neuwied, zeigte sich begeistert über die Stimmung auf dem Landesfest.

Neben den schon traditionellen Gesprächen auf der "Blauen Couch" sorgten zahlreiche kirchliche Gruppen auf der Bühne für abwechslungsreiche Unterhaltung. Auf dem Programm, das das Diakonische Werk Neuwied auf die Beine gestellt hatte, standen u.a. Chöre, Artistik und Bands. Eine tägliche Andacht mit Liedern aus Taizé rundete die drei Tage auf der Diakonie-Bühne ab.

Auf der "Kirchenmeile" direkt am Historischen Rathaus, organisiert von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Neuwied, bot ein Infozelt und eine "Oase" zum Ausruhen.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Dienstag, 22. Juli 2014. Die letzte Aktualierung erfolgte am Dienstag, 22. Juli 2014. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / 22.07.2014



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