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Tel.: 0211 - 4562-373
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Mail pressestelle@ekir.de

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Hintergrundinformationen zum Projekt der rheinischen Kirche

Neues Kirchliches Finanzwesen: Das Jahr 2010 für neue Konzepte genutzt

Pressemitteilung Nr. 15/2011

„Das Neue Kirchliche Finanzwesen ist gerade jetzt für unsere Kirche wichtig“, bekräftigte Präses Nikolaus Schneider auf der Website des Neuen Kirchlichen Finanzwesens (NKF) in der Evangelischen Kirche im Rheinland. Es helfe mit gutem Handwerkszeug der Landeskirche ihrem Auftrag gerecht zu werden. Das Projekt nutzte das Jahr 2010 vor allem, um die Grundlagen für eine erfolgreiche Umstellung in der ganzen Landeskirche zu legen.

 

Was ist NKF?

Wichtige Stichworte für das Neue Kirchliche Finanzwesen sind das Steuern durch Ziele, die realistische Darstellung des Vermögens und des aktuellen Ressourcenverbrauchs. Das NKF bietet dafür mit einem Haushaltsbuch, einem neuen Buchungssystem und einer einheitlichen Finanzsoftware neue Instrumente.

Die Planung und Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben in der rheinischen Kirche erfolgte bisher auf der Grundlage der kameralen Buchführung. Die Kameralistik war im staatlichen und kirchlichen Bereich das vorherrschende Buchungssystem. Es wird jetzt in vielen Landeskirchen und Kommunen von der Doppelten Buchführung in Konten (Doppik) abgelöst. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) stellt zum 1. Januar 2013 auf Doppik um. Im Gebiet der rheinischen Kirche schreiben die Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland ihren Kommunen die Doppik vor. Nur Hessen lässt Kommunen die Wahl zwischen Doppik und der sogenannten Erweiterten Kameralistik.

Während die Kameralistik vor allem die Zahlungen in einem Haushaltsjahr erfasst, wird in der Doppik eine Gesamtsicht auf Vermögen und Ressourcenverbrauch möglich. Im Haushaltsbuch halten Kirchengemeinden, Kirchenkreise und kirchliche Einrichtungen auf einer Seite ihre Ziele fest. Auf der anderen Seite werden den Zielen die nötigen Ressourcen zugeordnet. Dazu gehören neben finanziellen Mitteln auch die Arbeitszeiten von ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden und die Kosten für Gebäudenutzung.

 

Modifiziertes Moratorium 2010

Auf der Basis des Beschlusses der Landessynode vom Januar 2010 für ein „modifiziertes Moratorium“ hat das NKF-Projekt inzwischen verschiedene neue Fachkonzepte erarbeitet:

  • Im Haushaltskonzept sind die Grundregeln und Strukturen zur Planung und Steuerung festgehalten. Mit diesen Mitteln können dann zum Beispiel in jeder Kirchengemeinde Kosten- und Leistungsrechnungen erstellt werden.
  • Im Bewirtschaftungskonzept geht es unter anderem um den Kontenplan sowie Erläuterungen und Vorgaben zur Bilanz.
  • Das Organisationskonzept gibt zum Beispiel Empfehlungen zur Gestaltung aller Finanzprozesse und stellt die Grundlagen zur Umstellungsplanung dar.
  • Im Fachkonzept für die Informations- und Datenverarbeitung steht die Entwicklung eines Referenzmodells im Mittelpunkt. Das Modell dient als Vorlage für die mehr als tausend Körperschaften in der rheinischen Kirche, wie Gemeinden, Kirchenkreise und deren Einrichtungen.
  • Das Schulungskonzept wird ebenfalls überarbeitet und die aktuellen Möglichkeiten des „e-learnings“ aufnehmen.

Pilotämter unter anderem in den Kirchenkreisen Aachen, Krefeld-Viersen und Moers sowie Praktikerinnen und Praktiker aus der ganzen Landeskirche haben die Konzeptentwicklung intensiv begleitet. Neben der konzeptionellen Tätigkeit betreut das Projektteam aktuell rund 120 NKF-Anwenderinnen und -Anwender.

Die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland hat die Gemeinden im Januar 2001 beauftragt, eine Gesamtkonzeption gemeindlicher Aufgaben zu erstellen. Das Neue Kirchliche Finanzwesen bietet die Mittel diese Konzeptionen in konkrete Pläne umzusetzen und den Mitteleinsatz zu planen. Im Januar 2006 hat die Landessynode dazu folgenden Beschluss gefasst: „Die Kirchenleitung wird beauftragt, schnellstmöglich das Neue Kirchliche Finanzwesen (NKF) unter einheitlichen Voraussetzungen in der Evangelischen Kirche im Rheinland einzuführen.“ Eine Projektgruppe begann dann mit der Umsetzung des Beschlusses. Im Laufe des Jahres 2009 hat sich aber gezeigt, dass der Ansatz zur Einführung des NKF grundsätzlich überarbeitet werden muss. Ein Grund war die Komplexität der Umstellung in der gesamten Landeskirche. Die Landessynode beschloss deshalb 2010 ein Moratorium zur Konsolidierung des NKF-Prozesses.

Die Landessynode entscheidet jetzt über einen Einführungsbeschluss mit neuem Projektauftrag, Projektstrukturplan und Projektbudget. In einem Zehnjahreszeitraum von 2006 bis 2015 sollen dann alle Körperschaften der rheinischen Kirche auf NKF umgestellt sein. Dafür wird ein Budget von 18,54 Millionen Euro veranschlagt. Nach einhelliger Auffassung der rheinischen Kirchenleitung handelt es sich auch in Zeiten knapper Kassen um „gut investiertes Geld“, weil das Projekt einen entscheidenden Beitrag leistet, um den Auftrag der Kirche auch künftig erfüllen zu können.

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 20. Januar 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 20. Januar 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 20.01.2011



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