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Foto: ekir.de / Martin Magunia Viele Gremien wie hier im Bild das Presbyterium der Lutherkirchengemeinde in Bonn tragen gemeinsam Verantwortung für die Zukunft der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Nominierungsarbeit und Gremienkultur

Vielfalt und Transparenz auf allen Ebenen

Eine Vielfalt der Mitwirkenden und große Transparenz bei Nominierungen und in der Arbeit, so wünscht sich die Evangelische Kirche im Rheinland ihre Gremien auf allen Ebenen. Nach einem Studientag und einer Konferenz im Frühjahr werden jetzt weitere Ideen gesammelt, um diesem Ziel näherzukommen.

Im Wahljahr 2016 sind viele Gremien in den Gemeinden und Kirchenkreisen zu besetzen. Auch für die landeskirchlichen Ausschüsse müssen Mitglieder nominiert werden. Darauf weisen Irene Diller und Beate Ludwig von der Gender- und Gleichstellungsstelle der Evangelischen Kirche im Rheinland in einem neuen Flyer zu Nominierungsverfahren und Gremienkultur hin. Sie fragen nach den Rahmenbedingungen, damit zum Beispiel auch berufstätige Frauen und Männer und junge Eltern sich beteiligen können.

Ein weiterer Punkt: Wie können Leute aus der neuen Generation gewonnen werden? Andere Fragen beschäftigen sich mit einer Kultur des Wechsels und der Geschlechterparität – nicht nur in Presbyterien, sondern auch in Kreissynodalvorständen und der Landessynode.

In der Publikation wird auf die positiven Erfahrungen in vielfältig besetzten Gruppen verwiesen. „Vielfalt an sich ist noch kein Wert“, sagt Beate Ludwig, „denn es muss die richtige Auswahl getroffen werden“. Doch wenn auch Menschen von außen auf etwas schauten, sei das manchmal zwar mühsamer, aber die Ergebnisse seien oft auch besser. Typische Kategorien für Vielfalt sind Alter, Geschlecht, Herkunft, Beruf und sexuelle Identität.

Ideen und Impulse auf dem Weg zu einer Methoden-Box

„Homogen zusammengesetzte Gremien, ob gesinnungshomogen oder milieuhomogen, werden nur eingeschränkt gut ihre Aufgaben wahrnehmen können“, erklärt zum Beispiel der Präses der rheinischen Kirche, Manfred Rekowski. „Unsere Kirche lebt von der Vielfalt und das soll sich auch in der Zusammensetzung der Gremien widerspiegeln. Im Übrigen bin ich der Meinung, dass uns kreative Spannung in all unseren Gremien guttut und uns weiter bringt.“

Doch wie lassen sich neue Kandidatinnen und Kandidaten finden? Beate Ludwig nennt ein Beispiel: „Warum nicht auf eine Sparkassen- oder Bankangestellte zugehen und sie fragen, ob sie sich vorstellen kann in ihrer Gemeinde mitzuwirken, wenn jemand für den Finanzausschuss gesucht wird?“.

Bei Impulsen für eine gute Gremienkultur geht es um die gemeinsame Entwicklung von Zielen und Visionen, die Förderung von Spiritualität und gemeinsame Erfahrungen. Erfolgsversprechende Rahmenbedingungen dafür sind beispielsweise eine gute Leitung und Moderation sowie klare Kommunikationsregeln.

Für die Gender- und Gleichstellungsstelle ist der neue zehnseitige Flyer eine Veröffentlichung, die erste Impulse und Ideen zusammenfasst. Das Ziel ist eine sogenannte Methoden-Box, die in Gemeinden und Kirchenkreisen dabei helfen soll, die Nominierungs- und Gremienarbeit vielfältiger zu gestalten. Weitere Ideen sind dazu willkommen.

Das Thema Nominierungsverfahren und Gremienkultur wird in einer Reihe mit drei Interviews auf ekir.de weiter aufgegriffen.

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ekir.de / rtm / Foto: Martin Magunia / 27.05.2016



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