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Fröhliche Gärtner: Björn Fischer und Knut Herrmann bei der Hochbeet-Pflege im Oberbilker Garten. Fröhliche Gärtner: Björn Fischer und Knut Herrmann bei der Hochbeet-Pflege im Oberbilker Garten.

Düsseldorf-Oberbilk

Gemeinsames Gärtnern hinter der Kirche

Eine kleine grüne Oase für alle, mitten in der Stadt: Das ist der Garten, der seit Kurzem zur Christuskirchen-Gemeinde in Düsseldorf-Oberbilk gehört. Von einem hohen Zaun verdeckt, war er bisher unsichtbar und ungenutzt. Doch die Barriere wurde abgerissen und nun wächst, blüht und gedeiht er. 

Sie hatten beide die Idee, dass aus dem vergessenen Stück Grün doch eine lebendiger Ort der Begegnung werden könnte, ein Stück Stadtteilerholung: Pfarrerin Sabine Reinhold und ihr Kollege Pfarrer Lars Schütt.

„Im Schutze der Christuskirche in Oberbilk schlummert ein schönes Stück Grün!“, schrieb Sabine Reinhold im April auf Facebook. „Das wollen wir nach und nach bearbeiten, etwas wachsen lassen, beim Lagerfeuer Lieder singen, Maulwürfe segnen, Nachbarschaft entdecken, der Schöpfung Vorschub leisten“, rief sie alle Interessierten zur Mitarbeit auf. Und wurde gehört, beziehungsweise gelesen. Mitte April fand ein erstes Treffen statt.

Jeder bringt an Werkzeug mit, was er hat

Pfarrerin Sabine Reinhold gärtnert selbst mit im Oberbilker Gemeindegarten. Pfarrerin Sabine Reinhold gärtnert selbst mit im Oberbilker Gemeindegarten.

Seit Anfang Mai herrscht jeden Samstagnachmittag reges Treiben in dem Garten: Da wird gebuddelt, geharkt, gepflanzt und gegraben. „Es sind immer so acht bis zehn Menschen da. Jeder bringt an Werkzeug mit, was er hat“, berichtet Pfarrerin Reinhold.

Gerade entsteht ein Hochbeet mit Erdbeeren, Rhabarber, Mangold, Salat und bald auch Tomaten. Eine Kräuterspirale ist in Planung, ebenso eine Wildblumenwiese, vielleicht entsteht sogar ein Teich auf dem Gelände hinter dem Kirchengebäude an der Kruppstraße.

Bunt gemischt ist die Gruppe von Gärtnerinnen und Gärtnern, die all-samstäglich mitarbeitet. „Es ist eine Mischung von Menschen, die regelmäßig in der Gemeinde aktiv sind, und von Anwohnern“, berichtet Sabine Reinhold. Die Jüngste der Mitwirkenden ist gerade mal acht Jahre alt, die Älteste ist schon weit über 70.

Einer der besonders Eifrigen ist Knut Herrmann. Der pensionierte Vermesser hat nicht nur seine Berufserfahrung in die Planung der Gartenanlage mit eingebracht, sondern weiß als Schrebergartenbesitzer auch bestens im Grünen Bescheid. Mit viel Arbeitsmaterial in seiner Karre ist er jeden Samstag dabei.

Mit der Ernte gemeinsam kochen

Den Oberbilker Gärtnern und Gärtnerinnen geht es freilich nicht nur um den Anblick des Gartens. Gemeinsam zu agieren, spielt eine mindestens ebenso große Rolle. So hoffen sie auf reichliche Ernte, um gemeinsame Kochabende mit den Erträgen aus der Natur zu veranstalten. Mit ihrem Aufruf hat Sabine Reinhold zwar die Initiative für das „Urban Gardening“ (gärtnerische Nutzung städtischer Flächen) gegeben.

Doch sie genießt, dass sie jetzt keine Sonderrolle in der Gruppe hat: „Ich bin wirklich nur eine, die mitarbeitet,“ erzählt sie. „Das finde ich sehr schön.“ Das ist auch insofern gut, als die Pfarrerin zum 1. August die Stelle wechselt und nach Aachen geht. Noch noch kreisen ihre Gedanken um die Ernte in Oberbilk: „Hoffen wir mal, dass die Erdbeeren was werden! Die brauchen noch ein bisschen Sonne.“ 

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ekir.de / Alexandra Stoffel / Fotos: Sergej Lepke / 08.07.2016



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