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Oberkirchenrat Eberl referierte auf außerordentlicher Landessynode:

„Der Zusammenhang von Armut und fehlender Bildung ist ein Skandal“

Pressemitteilung 148/2010

 

Mangelnde Bildungsgerechtigkeit und eine Sicht, die Bildung nur noch nach ihrem wirtschaftlichen Nutzen bewertet, hat der Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche im Rheinland, Oberkirchenrat Klaus Eberl, beklagt: „Bildungs- und Befähigungsgerechtigkeit werden heute schmerzlich vermisst. Skandalös ist der Zusammenhang von Armut und fehlender Bildung. Bildungsferne wird nach wie vor vererbt. In Stadtteilen mit armen Familien muss in Tageseinrichtungen für Kinder, in Schulen und der Kinder- und Jugendhilfe oft zuerst der nackte Hunger gestillt werden“, erklärte er heute Mittag in seinem Impulsreferat auf der außerordentlichen Landessynode der rheinischen Kirche, die heute in Duisburg tagt.

 

Selbst dort, wo die materielle Versorgung gewährleistet sei, greife seelische Armut um sich, konstatierte der Bildungsfachmann: „Viel zu viele Jugendliche verlassen die Schule ohne Abschluss. Viel zu selten lernen Kinder und Jugendliche mit besonderem Förderbedarf gemeinsam mit anderen.“ Dies liege zum erheblichen Teil an einem Bildungsverständnis, das den Nutzen und die unmittelbare Verwertbarkeit der Bildung in den Vordergrund stellt. „Vor wenigen Tagen hat die ,Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft’ ihren Bildungsmonitor 2010 vorgestellt. Er liefert eine ökonomische Sicht der Bildung und untersucht die Wirkung von Bildungsinvestitionen auf das Wirtschaftswachstum. Bildungsarmut wird nicht unter dem Gerechtigkeitsaspekt behandelt, sondern unter dem Gesichtspunkt möglicher Folgekosten oder eines künftigen Fachkräftemangels. Wichtig sind dabei nur die naturwissenschaftlichen Fächer.“ Der Monitor stelle Bedeutung des „technischen Humankapitals für das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft“ heraus. „Religion, Musik, Kunst, soziale Kompetenz werden dagegen an den Rand gedrängt“, sagte Oberkirchenrat Eberl, der hauptamtliches Mitglied der rheinischen Kirchenleitung ist.

 

Im Geist der 1. Reformierten Generalsynode von 1610, an die mit der heutigen außerordentlichen Landessynode erinnert wird, müsse es auch in Zukunft darum gehen, dass Kirche Bildung stärke.

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 6. September 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 6. September 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Duisburg / EKiR-Pressestelle / 06.09.2010



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