„One Billion Rising“

Ein Video „erobert die Welt im Sturm“

Aufstehen gegen Sexismus und Gewalt gegen Frauen: Das Frauenreferat der Evangelischen Kirche im Rheinland  unterstützt die heutige weltweite Aktion „One Billion Rising“.

Der Kurzfilm LupeDer Kurzfilm "One Billion Rising" zeigt Gewalt gegen Frauen und die positive Kraft des Tanzes.

Eine Milliarde Frauen steht auf, erhebt sich gegen Gewalt gegen Frauen, tut dies am Valentinstag. Streiken, demonstrieren, tanzen – das sind die geplanten Aktivitäten am 14. Februar. „Jede Form von Gewalt gegen Frauen gehört geächtet“, sagt die soziologische Referentin im rheinischen Frauenreferat, Beate Ludwig. Wenn dies mit einer so „positiven" Aktion wie Musik und Tanz verbunden ist, „werden vielleicht mehr Menschen erreicht als mit politischen Verlautbarungen“.

Online zieht „One Billion Rising“ längst Kreise: Ein Video zur Aktion „erobert die Welt im Sturm“, wie die Initiatorinnen auf der Website onebillionrising.de schreiben – dort ist der Kurzfilm auch zu finden. Auf YouTube wurde der Film bis dato mehr als 400.000 Mal abgerufen.

Harte körperliche Gewalt

Ein Film, der „im ersten Teil sehr deutlich Gewaltsituationen an Frauen und Kindern zeigt“, wie Beate Ludwig sagt. Der Bogen reiche von harter körperlicher Gewalt bis zu unwürdigen Arbeitsbedingungen.

Weiter erklärt die Soziologin: „Das Video ist gut, weil es im zweiten Teil die starke Botschaft aussendet, dass Frauen Gewalt nicht wehrlos hinnehmen müssen, sondern dass es etwas gibt, was sie dagegen setzen können, nämlich die positive Kraft des Tanzes und der weltweiten Solidarität von Frauen.“

Beate Ludwig LupeBeate Ludwig

Aktionen am Valentinstag auch im Rheinland

Eine Milliarde Menschen, one billion, beteiligen sich am Valentinstag weltweit, so die Hoffnung der Beteiligten. Die "Milliarde" hat auch einen Hintergrund, heißt es auf onebillionrising.de: die statistische Aussage, dass ein Drittel aller Frauen und Mädchen in ihrem Leben Opfer von Vergewaltigungen oder Misshandlungen werden. Auch im Gebiet der Evangelischen Kirche im Rheinland sind zahlreiche Aktionen geplant, unter anderem in Oberhausen, Moers, Düsseldorf, Köln, Bonn, Simmern, Bad Sobernheim, Birkenfeld, Homburg und Saarbrücken.

Das Frauenreferat der rheinischen Kirche teilt das Anliegen der Aktion: alltägliche Gewalt gegen Frauen ins Licht und Bewusstsein der Öffentlichkeit rücken und deutlich machen, dass Gewalt gegen Frauen Gott selbst verletzt. „Gewalt gegen Frauen ist Sünde", formulierte die rheinische Landessynode bereits in ihrem Beschluss 34 im Jahr 2000. Beate Ludwig: „Gewalt gegen Frauen reicht von verbalen Äußerungen, wie es auch die aktuelle Debatte um Rainer Brüderle zeigt, über unwürdige Arbeitsbedingungen bis hin zu Vergewaltigung.“

Die Soziologin erinnert auch daran, dass die rheinische Kirche ein geregeltes Verfahren bei Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung hat. „Aber viele Frauen in Deutschland und weltweit bekommen keinerlei Unterstützung, wenn sie sich gegen Gewalt zur Wehr setzen wollen. Das muss anders werden.“

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Mittwoch, 6. Februar 2013. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 14. Februar 2013. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

ekir.de / neu / Fotos: onebillionrising.org, ekir.de / 06.02.2013



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