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Oradea Der Weihnachtsgottesdienst im rumänischen Oradea wurde mit neuer Orgel gefeiert.

Rumänien

Oradeas Orgel kommt aus Homberg

Eine Partnerschaft der Diakonie, engagierte Wanderarbeiter aus Rumänien und das Geschenk der Kirchengemeinde Homberg machten es möglich: Den Heiligen Abend feierte die Gemeinde in Oradea im rumänischen Kirchendistrikt Királyhágómellék mit neuer Orgel.

 

Sie waren die ganze Nacht durchgefahren auf ihrem Rückweg aus Südfrankreich, wo sie als Wanderarbeiter im Stahlkonstruktionsbau Geld verdient hatten, zurück zu ihren Familien in Rumänien. Aber es gab auf dieser Reise einen geplanten Zwischenstopp: In der Evangelischen Kirchengemeinde Homberg im Kirchenkreis Moers nahmen die Arbeiter eine 350 Kilogramm schwere transportable Orgel mit.

Die niederrheinische Kirchengemeinde hatte das Instrument einer reformierten Gemeinde der ungarischen Minderheit in Oradea in Rumänien für eine neue Kirche versprochen. Nach der Schließung des Luther-Hauses im Duisburger Stadtteil Homberg sollte die Orgel einer neuen sinnvollen Aufgabe zugeführt werden.

Hilfreich dafür war das Netzwerk zwischen dem Diakonischen Werk Kirchenkreis Moers und dem Kirchendistrikt Királyhágómellék. Darüber konnte der Kontakt zu den jungen Männern hergestellt werden. Über dieses Netzwerk war auch der Kontakt zwischen den Gemeinden entstanden. „Wir wollen zeigen, dass es positive Nachrichten zu rumänischen Wanderarbeitern gibt“, sagt Rainer Tyrakowski-Freese, Leiter des Diakonischen Werks in Moers.

Nachhaltigkeit und Partnerschaft „auf Augenhöhe“

Seit 2005 gibt es Kontakte des Kirchendistrikts zur Evangelischen Kirche im Rheinland. Das Diakonische Werk Kirchenkreis Moers führt die Partnerschaft gemeinsam mit der Diakonie in Leverkusen und Beratungsunternehmen seit Mai 2012.

„Es gibt aktuell 20 diakonische Initiativen in Királyhágómellék, vier werden von uns unterstützt“, so Rainer Tyrakowski-Freese. Man lege bei den Projekten Wert auf Nachhaltigkeit und die Partner schätzten besonders, dass man die gemeinsame Arbeit „auf Augenhöhe“ entwickle.

Zu den gemeinsamen Projekten zählen die Beratung bei der Organisation der häuslichen Alten- und Krankenpflege sowie das Teilen von Erfahrungen bei sozialen Hilfen. Außerdem gibt es Beratungen, wie Lebensmittel und Heizmittel für 150 arme Familien und Familien mit behinderten Angehörigen in der Region Sacueni gesammelt und verteilt werden können. Darüber hinaus unterstützt das Diakonische Werk das Waisenhaus in Alesd.

Das Thema Arbeiter aus Rumänien beschäftigte die Diakonie des Kirchenkreises Moers bereits 2011 in anderer Hinsicht. Die Dienststelle Rheinberg des Diakonischen Werkes hat damals für osteuropäische Facharbeiter den Lohn erkämpft. Die Männer hatten für Subunternehmer auf der Amazon-Baustelle in Zwölf-Stunden-Schichten gearbeitet und sollten weitgehend leer ausgehen. Durch den Einsatz der Diakonie zahlte der Generalunternehmer den ausstehenden Lohn.

 

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ekir.de / rtm / Foto: privat / 08.01.2014



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