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Präses Schneider predigt Ostersonntag in Düsseldorfer Johanneskirche

„Menschen müssen ihre Hoffnung nicht unter Leid und Todeserfahrung begraben“

Pressemitteilung Nr. 47/2011

Achtung, Sperrfrist: Ostersonntag, 24. April 2011, 10.30 Uhr! Es gilt das gesprochene Wort.

Präses Schneider predigt Ostersonntag in Düsseldorfer Johanneskirche

„Menschen müssen ihre Hoffnung nicht unter Leid und Todeserfahrung begraben“

Die Osterbotschaft der Auferstehung Jesu Christi von den Toten befreit Christinnen und Christen zu fröhlicher Hoffnung über den Tod hinaus. Diese zentrale Aussage des Christentums hat Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland und EKD-Ratsvorsitzender, in seiner Osterpredigt unterstrichen: „Das Leiden und Sterben Jesu am Kreuz, sein Tod und sein Grab sind nicht der Schlusspunkt der Geschichte des Gottessohnes auf unserer Erde. Und erst recht nicht das letzte Wort und der Schlusspunkt der Geschichte Gottes mit uns Menschen“, sagt Schneider am Ostersonntag bei seiner Predigt in der Düsseldorfer Johanneskirche: „Menschen müssen ihr Vertrauen, ihr Hoffen und ihr Lieben nicht unter Leid und Todeserfahrung begraben.“

Dass Gott den gekreuzigten und gestorbenen Jesus von den Toten auferweckt hat, zeige seine Wirkmächtigkeit, erläuterte der 63-jährige Theologe: „An Gottes Wirkmächtigkeit in unserer Welt und in unserem Leben zu glauben, das bedeutet eben nicht, alles durch eine rosarote Brille zu sehen. Ganz im Gegenteil: Christenmenschen verschließen nicht die Augen vor den schrecklichen Realitäten der Welt. Und Christenmenschen weichen ihnen auch nicht aus.“ Auch Menschen, die ihr Leben an Gott binden, kennen noch die Furcht vor zerstörerischen Mächten. „Aber die Furcht kann uns nicht mehr lähmen. Im Gegenteil: Unsere Furcht, die verbunden bleibt mit der Ehrfurcht vor Gott und mit unserer Osterfreude, setzt uns in Bewegung! Sie hilft uns, vor dem Leid unserer Mitmenschen nicht abzustumpfen. Das gilt etwa für unsere Anteilnahme an den Schicksalen der Menschen in Fukushima.“

„Wir werden bewegt zu Anteilnahme, zum Mitleiden und zur Hilfe.“

Die Osterfreude helfe dabei, solche Ereignisse nüchtern einzuschätzen und daran zu arbeiten, dass sie in Zukunft verhindert oder zumindest abgemildert werden. Präses Schneider weiter: „Furcht in Verbindung mit Ehrfurcht und Osterfreude dient der Fähigkeit, sich in die Lage der von Erdbeben, Tsunami und Super-Gau eines Atomkraftwerkes geschlagenen Menschen zu versetzen. Und das gilt auch für die Opfer von Krieg und Bürgerkrieg, für Flüchtlinge auf klapprigen Booten auf dem Mittelmeer. Wir werden bewegt zu Anteilnahme, zum Mitleiden und zur Hilfe. Wir können an der Not auch der fernen Nächsten nicht einfach vorüber gehen.“

 

Hinweis an die Redaktionen: In der Anlage erhalten Sie die Osterpredigt von Präses Nikolaus Schneider zu Ihrer redaktionellen Verwendung. Bitte beachten Sie die angegebene Sperrfrist und den Wortlautvorbehalt! Der Gottesdienst am Ostersonntag, in dem der rheinische Präses predigt, beginnt um 10 Uhr in der Johanneskirche, Martin-Luther-Platz, 40212 Düsseldorf.

Das Team der Pressestelle der Evangelischen Kirche im Rheinland wünscht Ihnen und den Menschen, die Ihnen am Herzen liegen, ein gesegnetes Osterfest.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Donnerstag, 21. April 2011. Die letzte Aktualierung erfolgte am Donnerstag, 21. April 2011. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 21.04.2011



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