Gemeinsames Pastoralkolleg nun offiziell eröffnet
Bei der offiziellen Eröffnung des Gemeinsamen Pastoralkollegs, v.l.: Dr. Peter Böhlemann, Prof. Dr. Christian Grethlein und Kirchenrat Dr. Volker A. Lehnert.
Die Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW), die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR), die Lippische Landeskirche und die Evangelisch-reformierte Kirche betreiben das Pastoralkolleg zusammen. „Wer viel zu geben hat, muss auch viel sammeln“, zitierte Oberkirchenrätin Petra Wallmann (EKvW) aus einer Pastoraltheologie des 19. Jahrhunderts. Dieser Satz habe bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Zu den fünf Dimensionen des Lernens am Gemeinsamen Pastoralkolleg gehörten Bibel und Theologie, kollegiale Beratung, pastorale Identität und nicht zuletzt auch Entschleunigung, um neue Kräfte sammeln zu können. Wallmann dankte den fünf am Institut lehrenden Dozentinnen und Dozenten für ihre engagierte Arbeit und die Bereitschaft, sich fortan gemeinsam auf den Weg zu machen.
Der rheinische Kirchenrat Dr. Volker A. Lehnert würdigte die Bedeutung des Gemeinamen Pastoralkollegs für das gesamte Berufsbild. „Wir müssen den Pfarrberuf als theologischen Beruf wieder stärker unterstützen“, forderte Lehnert und warnte davor, sich in Verwaltung und organisatorischen Aufgaben zu verzetteln. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sei mit dem heutigen Tag getan. Dem Pfarrberuf widmete sich auch Professor Dr. Christian Grethlein (Münster) in seinem Vortrag „Pfarrerin oder Pfarrer sein heute und morgen – Herausforderungen für die Fort- und Weiterbildung“.
Ziel der Zusammenarbeit ist es, neben dem gemeinsamen Predigerseminar (Standort Wuppertal) auch ein qualifiziertes und differenziertes Fortbildungsangebot für den pastoralen Dienst zu gewährleisten und das Gemeinsame Pastoralkolleg als zukunftsfähiges Bildungszentrum in der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zu etablieren.
ekvw / aro / 04.03.2010
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