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35. Deutscher Evangelischer Kirchentag beginnt in einer Woche in Stuttgart

10.000 Rheinländer fahren zum Kirchentag, und viele mischen im Programm kräftig mit

Pressemitteilung Nr. 104/2015

Mehr als 10.000 angemeldete Dauerteilnehmer aus der Evangelischen Kirche im Rheinland nehmen am 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag (DEKT) in Stuttgart teil, der am kommenden Mittwoch, 3. Juni 2015, eröffnet wird. Viele von ihnen besuchen nicht nur eine der mehr als 2000 Veranstaltungen, sondern gestalten das Programm mit. Zu den „dicken Brocken“, die die Rheinländer in der baden-württembergischen Landeshauptstadt bis Sonntag, 7. Juni, stemmen, gehört die Open-Air-Bühne auf dem Karlsplatz. An drei Tagen machen dort Rheinländer und ihre westfälischen und lippischen Nachbarn gemeinsam Programm.


Von Donnerstag bis Samstag nähern sich die Programmmacher dort der Kirchentagslosung „damit wir klug werden“ aus verschiedenen Perspektiven: Am Donnerstag, 4. Juni, geht es unter der Überschrift „klug leben“ u. a. um den eigenen Lebensrhythmus mit Christina Brudereck aus Essen und um Nachhaltigkeit u. a. mit der Jugendkirche Wuppertal. „klug werden“ ist das Programm am Freitag, 5. Juni, überschrieben und fragt am Vormittag: Macht Schule klug? Mit dabei Ulrich Christenn von der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und Susanne O’Byrne von der Kindernothilfe aus Duisburg. Um „klug sterben“ geht es dann auf der Bühne am Samstag, 6. Juni. Dann führen der Essener Arzt, Ethiker und ehemalige Kirchentagspräsident Prof. Dr. Eckhard Nagel und Prof. Gian Domenico Borasio aus Lausanne, einer der führenden Palliativmediziner im deutschsprachigen Raum, in das Thema ein. Anschließend sprechen die beiden mit dem rheinischen Altpräses Nikolaus Schneider über die Frage, wie sie sterben wollen. Dabei wird es auch um das Thema assistierter Suizid gehen.


Open-Air-Bühne auf dem Karlsplatz mit rheinischem Akzent


Kantor Jens-Peter Enk, Leiter der Arbeitsstelle Kirchenmusik der rheinischen Kirche mit Sitz in Wuppertal, spricht mit anderen Gästen am Samstagnachmittag auf der Bühne auf dem Karlsplatz nicht nur über die eigene Endlichkeit, sondern er macht auch, was er am besten kann – Musik: Gemeinsam mit der Schauspielerin Tanya Häringer gestaltet er eine Lesung mit Musik: „Ostern hat das letzte Wort“.


Auf der Bühne am Karlsplatz, die der Landesausschuss Rheinland für den Kirchentag mitverantwortet, ist auch Präses Manfred Rekowski zu Gast: Am Samstag, 6. Juni, wirkt er ab 18 Uhr beim Abendgebet mit. Am Donnerstag, 4. Juni, 16 Uhr, vertieft sich der rheinische Präses und bekennende Dortmund-Fan auf der Bühne auf dem Stuttgarter Marktplatz mit seinem oldenburgischen Amtsbruder Bischof Jan Janssen in ein Streitgespräch unter Fußballfans – Janssens Fußballherz schlägt für Werder Bremen ... Die kurze Begegnung der beiden ist Auftakt der Veranstaltung „Reformation: Religion als Streitobjekt“. Entspannter geht es für Rekowski dann am Abend zu: Zum Abschluss des 2. Church Comedy Clubs für Klugscheißer in der Porsche-Arena sorgt er für den Abendsegen (22 Uhr).


Oberkirchenrat Eberl hält Bibelarbeit in leichter Sprache


Auch der Bildungs- und Inklusionsexperte der rheinischen Kirche, Oberkirchenrat Klaus Eberl, ist beim Kirchentag in Stuttgart mehrfach im Einsatz. So hält der Leiter der Abteilung Bildung der Evangelischen Kirche am Donnerstag, 4. Juni, 9.30 Uhr, in der Zelthalle 11 auf dem Cannstatter Wasen eine Bibelarbeit in leichter Sprache. Am gleichen Ort diskutiert Eberl ab 11 Uhr auf dem Podium über „Inklusion: So will ich leben“. Als Fachmann ist der Oberkirchenrat auch am Freitag, 5. Juni, von 11 bis 13 Uhr auf der Bühne Schlossplatz gefragt. Dann diskutiert er u. a. mit dem früheren EKD-Ratsvorsitzenden Wolfgang Huber über Inklusion. Um die geht es auch Samstag, 6. Juni, im Zentrum Bildung in Bewegung im Beethovensaal der Liederhalle. „Wie halten wir es mit der Inklusion? Die Schule für alle – Hoffnung oder Illusion?“ ist das Thema, zu dem Klaus Eberl mit anderen Gästen spricht.


Um „Gottes Barmherzigkeit – menschliche Gewalt“ dreht sich ein theologisches Gespräch, an dem Oberkirchenrätin Barbara Rudolph am Samstag, 6. Juni, von 11 bis 13 Uhr im Rahmen der Podienreihe Muslime und Christen teilnimmt. Dabei ist die Leiterin der Ökumeneabteilung der rheinischen Kirche u. a. mit dem islamischen Religionspädagogen Prof. Dr. Mouhanad Korchide aus Münster im Dialog.


Musik, Theater, Kleinkunst und Markt der Möglichkeiten


Auch im Bereich Musik, Theater, Kleinkunst und auf dem Markt der Möglichkeiten gibt es jede Menge Einzelpersonen und Gruppen aus der rheinischen Kirche, die das Programm mitgestalten. So tritt beispielsweise der Kabarettist Okko Herlyn mit seinem Programm „Auf dass wir dumm bleiben“ auf. Die LutherRatten aus Düsseldorf sind ebenso kabarettistisch aktiv wie auch das Frauenduo „Hermanns & Putzler“. Bissige Satire gibt es auch mit dem Diakonie-erfahrenen „kabarett lichtwechsel“. Ihr Programm, das u. a. im Stuttgarter Rathaus aufgeführt wird ist überschrieben mit „Ausgeklügelt! Die Klugen geben nach – wie blöd“.


Auf dem Markt der Möglichkeiten präsentiert die rheinische Kirche innovative Projekte. In diesem Ausstellungsbereich des Kirchentags stellen sich auch die Prädikantenarbeit der Evangelischen Kirche im Rheinland und das Amt für Gemeindeentwicklung und missionarische Dienste vor. Das Johanneum präsentiert sich ebenso wie die Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel.


Mehr zum Programm des 35. Deutschen Evangelischen Kirchentags: http://www.kirchentag.de 

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 27.05.2015



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