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700 Jahre Salvatorkirche: Präses predigt am Sonntag in Duisburg

„Das Wort vom Kreuz lässt sich nicht einpassen in die Logik der Welt“

Pressemitteilung Nr. 100/2016 

Duisburg, „Marktgängig und publikumswirksam ist der christliche Glaube, in dessen Mittelpunkt der Gekreuzigte steht, nicht. Er bleibt fremd.“ Und deshalb, so unterstrich Manfred Rekowski, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, in seiner Predigt am Vormittag beim Festgottesdienst zum 700-jährigen Bestehen der Salvatorkirche in Duisburg, überrasche es auch nicht, „dass manche, die heute vorgeben, das christliche Abendland oder die christlichen Werte in Europa zu verteidigen, so erschreckend wenig mit dem von Christus geprägten Menschenbild, mit seinem Weg zu den Menschen unterschiedlichster Herkunft und Prägung anfangen können“.

„Das Wort vom Kreuz lässt sich nicht einpassen in die Logik der Welt. Es verweist auf das Reich Gottes, über uns hinaus, in eine neue und andere Welt, die mit Jesus Christus schon begonnen hat“, sagte Rekowski: „Menschen neigen oft dazu, die Frage nach Weisheit abstrakt zu stellen, als philosophisches Gedankenspiel. ,Weisheit’ will die die Menschen umgebende Wirklichkeit ordnen, erfassen und erklären und sich so in der Welt geborgen wissen. Weisheit möchte die Regeln erkennen, nach denen das Leben in allen Bezügen abläuft. Wer diese Regeln kennt und beachtet, dem ist gelingendes Leben sicher. Das ist die Idee dahinter: Denn wer weiß, nach welchen Regeln, Ideen, Planungen das Leben verläuft, hat es auch im Griff! Hat er es im Griff? Das ist eine Illusion. Lebensentwürfe scheitern, Ideen verfehlen das Ziel, Visionen gehen nicht in Erfüllung. Wie viele Entwürfe von Lebensentwürfen, politischen Ideen, gesellschaftlichen Modellen hat die Salvatorkirche in den vergangenen 700 Jahren schon mitgemacht!“

Gott suche uns Menschen durch das Kreuz Christi auf. Da verbinde sich Gott mit dem bittersten Leid und unserer Verlorenheit, mit der Torheit unter allen Torheiten, machte Rekowski deutlich: „Gott stellt sich quer zur Welt, der Gekreuzigte steht unserer Gesellschaft im Weg. Gott schaut in unsere Richtung. Gott sieht uns Menschen in unserer Erbarmungswürdigkeit, in unserem Mühen und Verzweifeln, in unseren Abgründen.“ Der Gott, der sich im Kreuz zeige, schaue auf das Leben in seiner Ganzheit, in seiner Fülle und seiner Verletzlichkeit. „Gott nimmt das Leiden und die Ungerechtigkeit wahr. Gott nimmt uns Menschen in diese Blickrichtung auf das Leben hinein. Er zeigt sich in tätiger und solidarischer Liebe, im Weg Jesu zu den Menschen.“ Auch darin liege die Kraft, die vom Kreuz Christi ausgehe, das sich quer zum Gewohnten und Logischen stelle.

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Duisburg / EKiR-Pressestelle / 26.06.2016



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