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Humanitäre Katastrophe an der griechisch-mazedonischen Grenze

Dramatische Lage der Flüchtlinge: Präses bittet rheinische Gemeinden um Kollekten

Pressemitteilung Nr. 47/2016 

Düsseldorf. Angesichts der dramatischen Lage der Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze und in Griechenland hat Präses Manfred Rekowski die Gemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland gebeten, die Klingelbeutelkollekten in den Gottesdiensten für akute Nothilfe umzuwidmen. „Mitten in Europa spielt sich vor unser aller Augen eine humanitäre Katastrophe ab. Tausende Flüchtlinge befinden sich in einer nahezu aussichtslosen Situation, da mehr und mehr Länder auf dem Balkan ihre Grenzen für Flüchtlinge geschlossen haben. Seit Anfang des Jahres sind bereits 70.000 Flüchtlinge in Griechenland angekommen, 35 Mal mehr als im Vorjahr“, schreibt der oberste Repräsentant der rheinischen Kirche an die 719 Gemeinden zwischen Niederrhein und Saarland.

Mit der Kollekte sollen folgende Projekte gefördert werden:

• Das Ökumenische Flüchtlingsprogramm der Orthodoxen Kirche von Griechenland leistet Hilfe vor Ort, an den Brennpunkten, wo die Flüchtlinge ankommen und bietet vor allem individuelle Beratung für Flüchtlinge an, ob sie das nationale Asylverfahren in Griechenland durchlaufen oder Familienzusammen-führung beantragen oder am Relocation-Programm innerhalb der EU (Umver-teilung auf andere Länder) teilnehmen sollen.

• Das Naomi Flüchtlingsprojekt der Evangelischen Kirche deutscher Sprache in Thessaloniki leistet humanitäre Hilfe vor Ort in Nordgriechenland, z. B. in Thessaloniki, Polikastro und in der Grenzstadt Idomeni. Die Hilfen umfassen die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Arznei und Hygieneartikeln sowie die Betreuung von besonders schutzbedürftigen Flüchtlingen und Flüchtlingsfamilien.

• Die Hilfsorganisation des Erzbistums Athen „Apostoli“ organisiert humanitäre Hilfe und leistet soziale Arbeit auf den Inseln Samos und Kos. Auf Samos wird z. B. die komplette Ausstattung des neu eingerichteten „Hotspots“ für Flüchtlinge mit Decken, Kleidung und Nahrung durch Apostoli organisiert.

„Unsere christliche Verantwortung endet nicht an den Grenzen von Nationalstaaten. Nächstenliebe und Gottesliebe sind nicht begrenzbar“, macht Rekowski deutlich. Deshalb setze sich seine Kirche seit langem für eine humanitäre und gerechte Lösung zur Aufnahme und Verteilung von Flüchtlingen in Europa ein, jedoch: „Wir sehen aber auch, dass politische Lösungen nicht in Sicht sind, während sich die Lage in Griechenland zuspitzt.“

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 03.03.2016



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