400 Jahre: Rheinische Kirche feiert Wurzeln ihrer Kirchenordnung

Zum Jubiläum tagt die außerordentliche Landessynode morgen in Duisburg

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Pressemitteilung Nr. 144 / 2010

Mit einer außerordentlichen Landessynode in der Duisburger Salvatorkirche feiert die Evangelische Kirche im Rheinland am morgigen Samstag, 4. September 2010, ein Jubiläum: Vor 400 Jahren legte die 1. Reformierte Generalsynode am gleichen Ort die Grundlagen der heutigen Kirchenordnung. 28 Pfarrer und acht Laien hatten 1610 in der Salvatorkirche die noch heute gültige presbyterial-synodale Ordnung – also die Leitung der Kirche von unten nach oben – aus der Taufe gehoben. Dieses Prinzip des gemeinschaftlichen Leitens von Theologen und Nicht-Theologen hat noch heute in der rheinischen Kirche Gültigkeit.

Die Landessynode ist das oberste Leitungsgremium der mit mehr als 2,8 Millionen Mitgliedern zweitgrößten EKD-Gliedkirche. Ihre Tagung beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst in der Salvatorkirche. Die Predigt halten Präses Nikolaus Schneider und Jan-Gerd Heetderks als Vertreter der Protestantse Kerk in Nederland (PKN).

Kirchenordnung, Religionsfreiheit, Bildung als Themen

Den 226 stimmberechtigten Synodalen aus den 38 rheinischen Kirchenkreisen zwischen Emmerich und Saarbrücken legt die Kirchenleitung (das Präsidium der Landessynode) ein Papier zur Beratung und Beschlussfassung vor. Dessen Titel: „Wegweiser Geschichte – Kritisch lernen aus der Tradition“. Darin werden die Kernthemen der Duisburger Synode vor 400 Jahren – presbyterial-synodale Ordnung, Religionsfreiheit und Bildung – in die heutige Zeit übertragen und mit Aufträgen für die Zukunft versehen. Zu diesen drei Kernthemen gibt es im Plenum kurze Impulsreferate von Dr. Andreas Mühling (Professor für evangelische Kirchengeschichte an der Universität Trier), Oberkirchenrat Klaus Eberl (als Leiter der Abteilung Bildung im Landeskirchenamt hauptamtliches Mitglied der Kirchenleitung) und Holger Nollmann (Pfarrer der deutschsprachigen Gemeinde in Istanbul). Auch Gäste aus der Ökumene werden in einer Gesprächsrunde zu Wort kommen. Grußworte sprechen die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin und der Duisburger Oberbürgermeister. Die Synode wird gegen 18 Uhr enden.  

Hinweis an die Redaktionen: Die landeskirchliche Pressestelle ist vor Ort unter Telefon 0172/2603373 erreichbar. Die beiden Predigtmanuskripte sowie die schriftlichen Grußworte der ökumenischen Gäste erhalten Sie anhängend bzw. mit nachfolgenden Mails. Die Grußworte der staatlichen Gäste stellen wir Ihnen zur Verfügung, sobald sie uns vorliegen. Bitte beachten Sie jeweils die Sperrfrist und den Wortlautvorbehalt! Aktuelle Informationen im Netz unter www.ekir.de/landessynode 

 

Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Freitag, 3. September 2010. Die letzte Aktualierung erfolgte am Freitag, 3. September 2010. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / Duisburg / EKiR-Pressestelle / 03.09.2010