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Vertreter von rheinischer Kirche und DITIB trafen sich im Landeskirchenamt

Rheinische Kirche erwartet Unabhängigkeit der DITIB vom türkischen Staat

Pressemitteilung Nr. 50/2017 

Düsseldorf. Die Evangelische Kirche im Rheinland bittet ihre Kirchengemeinden, an einem Dialog mit den Moscheevereinen der DITIB und Begegnungen vor Ort festzuhalten – trotz derzeit kritischer Anfragen. „Die Evangelische Kirche im Rheinland unterhält zur DITIB seit langem und zum Teil gute Kontakte. Wir müssen allerdings auch feststellen, dass wir in der gegenwärtigen Entwicklung eine große Belastung für das wechselseitige und bislang kooperative Verhältnis sehen“, sagte Präses Manfred Rekowski nach einem heutigen Treffen mit Vertretern der Türkisch Islamischen Union der Anstalt für Religion im Düsseldorfer Landeskirchenamt.

Grundsätzlich erwartet die rheinische Kirche eine strukturelle Trennung der DITIB von der türkischen Religionsbehörde DIYANET. Im Gespräch mit den Vertretern der DITIB verwies Vizepräsident Dr. Johann Weusmann darauf, dass die Eigenständigkeit der Religionsgemeinschaften von staatlichen Stellen ein zentraler Grundsatz des deutschen Religionsverfassungsrechts ist. Das betreffe auch die Gestaltung der religiösen und theologischen Ausrichtung. „Wir haben vor allem Anfragen an den faktischen Einfluss von türkischer Seite. Es ist nicht hinnehmbar, dass die türkische Religionsbehörde DIYANET, und damit der türkische Staat, bei den internen Angelegenheiten der DITIB mitreden und über die inhaltliche Richtung mitbestimmen darf“, sagte Dr. Weusmann. Eine klare Positionierung der DITIB im Sinne des deutschen Staatskirchenrechts sei auch im Interesse aller anderen Religionsgemeinschaften in Deutschland.

An dem heutigen Treffen nahmen von Seiten der Evangelischen Kirche im Rheinland Präses Manfred Rekowski, Vizepräsident Dr. Johann Weusmann, Oberkirchenrätin Barbara Rudolph, Kirchenrat Rafael Nikodemus und Pastorin Dr. Beate Sträter teil. DITIB war vertreten durch Generalsekretär Dr. Bekir Alboga und Mehmet Günet. Rheinische Kirche und DITIB wollen über die angesprochenen Fragen miteinander im Gespräch bleiben und haben ein weiteres Treffen vereinbart.

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 01.02.2017



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