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Hessen-Nassauischer Synodenpräses sprach Grußwort vor der Landessynode

Oelschläger lobt Arbeit der rheinischen Kirche für das Verhältnis zum Judentum

Pressemitteilung Nr. 13/2016 

Bad Neuenahr. Der Synodenpräses der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Dr. Ulrich Oelschläger, sieht die rheinische Kirche als Vorreiter bei der Positionierung der evangelischen Kirche zum Judentum. Die Rheinische Synode habe bereits 1980 mit ihrem Beschluss zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden festgestellt, „dass die Erwählung der Juden bleibt und Gottes Bund mit ihnen ungekündigt ist“, sagte er am Montag in seinem Grußwort vor der rheinischen Landessynode, die in Bad Neuenahr tagt. Die EKHN habe von dieser „fundamentalen Revision“ gelernt.

So habe die EKHN vor einem Jahr ein Votum zu Luthers sogenannten Judenschriften verabschiedet, das vor wenigen Wochen in eine entsprechende Erklärung der EKD-Synode eingeflossen sei. Darin distanziert sich die EKD von den antijüdischen Äußerungen Martin Luthers und anderer Reformatoren – ein Schritt, den der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung bereits 2013 öffentlich gefordert habe, erläuterte Oelschläger.

Die rheinische Landessynode werde nun wieder vorangehen und bei ihren Beratungen die ungelösten Fragen im Nahostkonflikt thematisieren. Oelschläger bezog sich dabei auf die Gesprächsinitiative „Schritte auf dem Weg zu Gerechtigkeit und Frieden in Israel und Palästina“, mit der die Evangelische Kirche im Rheinland die politischen Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander von Israel und Palästina ins Gespräch bringen will. Sie will dazu den Dialog mit Partnerinnen und Partnern aus Kirche, Politik, Diplomatie und Religionen in Deutschland, Israel und Palästina suchen. Er wünschte der Landessynode bei ihren Beratungen dazu „Phantasie und Weisheit“, und dass ihr „ein ähnlich erfolgreicher Wurf wie weiland 1980“ gelingen möge, so Oelschläger.

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Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 11.01.2016



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