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Rheinische Kirche hat sieben neue Kirchenmusikdirektoren/-innen

Ausgezeichnet: Kirchenmusiker, die den Nachwuchs fördern

Pressemitteilung Nr. 46/2017 

Düsseldorf. Das gibt‘s nur alle Jubeljahre: Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland hat sieben Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker zu Kirchenmusikdirektorinnen und Kirchenmusikdirektoren ernannt. Die seltene Auszeichnung erhielten Silke Hamburger (Evangelische Kirchengemeinde Burscheid) und Brigitte Rauscher (Evangelische Kirchengemeinde Troisdorf) sowie Martin Bambauer (Basilika Trier, Evangelische Kirchengemeinde Trier), Jens-Peter Enk (landeskirchliche Arbeitsstelle Kirchenmusik, Evangelische Kirchengemeinde Wuppertal-Unterbarmen), Jörg Häusler (Landesposaunenwart, Vallendar), Christoph Spengler (Evangelische Johannes-Kirchengemeinde Remscheid) und Helmut Werz (Evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen). „Der Titel Direktor steht für die Wahrnehmung einer Leitungs- oder Führungsposition, steht für Verantwortung, Anregungskompetenz und die besondere Herausforderung im Blick auf strategische Fragen“, hob Vizepräses Christoph Pistorius gestern in Düsseldorf hervor.

Kirchenmusikalischer Nachwuchs sei rar, „die Personaldecke wird zusehends dünner“, sagt Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek mit Blick auf die derzeit rund 150 hauptamtlichen Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der rheinischen Kirche. „Deshalb brauchen wir Multiplikatoren.“ Mit der Auswahl der jetzt Geehrten setzt die Kirchenleitung ein entsprechendes Signal: „Die neuen Titelträger leisten nicht nur herausragende Arbeit in ihrer Gemeinde vor Ort, sondern engagieren sich weit über ihren eigenen Kirchturm hinaus“, betont Cyganek.

Die gestern ernannten Kirchenmusikdirektorinnen und -direktoren kommen aus Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland.

Wir stellen die Musikerinnen und Musiker im Einzelnen vor:

Kirchenmusikdirektorin Silke Hamburger (51) ist seit mehr als zwei Jahrzehnten im rheinisch-bergischen Burscheid tätig. Hamburger beteiligt sich konzeptionell an der kirchenmusikalischen Entwicklung in der rheinischen Kirche. Die erfahrene Chorleitungs-Dozentin verantwortet die C-Intensivkurse für nebenamtliche Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Kirchenmusikdirektorin Brigitte Rauscher (55) aus Troisdorf im Rhein-Sieg-Kreis versteht „Gemeinde als Großfamilie“, stellt Landesmusikdirektor Ulrich Cyganek heraus. Hervorzuheben sei beispielsweise ihr Engagement im Bereich „Alte Stimmen“: Der Experimentalchor für Menschen ab 70 habe inzwischen auch überregional Nachahmerinnen und Nachahmer gefunden. Aufgrund ihrer musikpädagogischen Fähigkeiten war sie einige Jahre die Beauftragte für Kinderchorarbeit, bevor sie im vergangenen Jahr Vorsitzende des Chorverbandes in der Evangelischen Kirche im Rheinland wurde. Brigitte Rauscher leitet den Projektausschuss Kirchenmusik beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

Kirchenmusikdirektor Christoph Spengler (47) befasst sich seit Beginn seiner Tätigkeit als Kantor der Johannes-Kirchengemeinde im bergischen Remscheid intensiv mit kirchlicher Popularmusik; in diesem Bereich vertritt er die rheinische Kirche auch auf EKD-Ebene. Spengler wirkt regelmäßig bei Großveranstaltungen mit, derzeit als Dirigent des Pop-Oratoriums Luther. Nach mehrjähriger Lehrtätigkeit im Fach Popularmusik an der Musikhochschule Köln ist er seit Oktober vergangenen Jahres Dozent an der Pop-Akademie der Evangelischen Kirche von Westfalen. Christoph Spengler komponiert: Seine Vertonung „Ich bin vergnügt, erlöst, befreit.“ eines Psalms des niederrheinischen Kabarettisten Hanns Dieter Hüsch trägt derzeit das rheinische Reformations-Motto singend und klingend in Gemeinden und Kirchenkreise.

Persönliche Note: „Ein Lied, das mich sehr berührt, ist „Anker in der Zeit“ (Liederbuch frei Töne Nr. 112) von Albert Frey. Das Bild mit Jesus als Zentrum der Geschichte, als Anker in der Zeit, an dem ich mich festmachen kann, der mir Halt gibt als Ursprung allen Lebens und Ziel in Ewigkeit, empfinde ich als unglaublich tröstend und kraftspendend. Hinzu kommt eine Melodie, die mir wirklich zu Herzen geht“, sagt Christoph Spengler.

Kirchenmusikdirektor Jens-Peter Enk (45) leitet die landeskirchliche Arbeitsstelle Kirchenmusik im Zentrum Gemeinde und Kirchenentwicklung in Wuppertal und ist in dieser Funktion zuständig für die Fortbildung von Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusikern und die Beratung von Kirchengemeinden in musikalisch-liturgischen Fragen. Praktisch-musikalische Aktivitäten bei landeskirchlichen Veranstaltungen sowie als konzertierender Organist runden seine Präsenz innerhalb der Evangelischen Kirche im Rheinland ab. Außerdem ist er Kantor der Evangelischen Kirchengemeinde Unterbarmen in Wuppertal.

Persönliche Note: „Mein Lieblingslied ist der Choral „Nun danket alle Gott“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 321). Dieser Choral begleitet mich seit meinem elften Lebensjahr, war er doch der erste Choral, den ich mit Händen und Füßen an der Orgel erlernen durfte. Immer wieder blitzt dieser Choral in meinem Leben auf. Besonders die Stelle „ein immer fröhlich Herz“ ist ein Lebensmotto von mir geworden“, sagt Jens-Peter Enk.

Kirchenmusikdirektor Martin Bambauer (46), seit 1999 Kirchenmusiker an der Basilika in Trier, ist Herr über die Pfeifen der größten Orgel in der rheinischen Kirche. Bambauer hat sich als Improvisator einen Namen gemacht; in dieser Disziplin war er auch als Dozent für liturgisches Orgelspiel an der Kölner Musikhochschule tätig. In den vergangenen Jahren hat sich Bambauer zudem der Komposition von Singspielen und Kinderchor-Musicals angenommen und damit das musikalische Repertoire für Kinder- und Jugendchöre bereichert.

Persönliche Note: „Eines meiner Lieblingslieder – wenn nicht sogar das Lieblingslied – ist der Adventschoral „O komm, o komm, du Morgenstern“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 19). Inhaltlich wie melodisch finde ich da alles vereint, was musikalische Verkündigung für mich ausmacht: die Sehnsucht nach Gott als dem Retter, die überzeitliche Perspektive, die Freude und das damit einhergehende Lob über Gottes Herrlichkeit und Verheißung – alles ausgedrückt in einfachen, treffenden Worten im Gewand einer kraftvoll-zeitlosen Melodie“, sagt Martin Bambauer.

Kirchenmusikdirektor Jörg Häusler (49) aus dem rheinland-pfälzischen Vallendar ist Landesposaunenwart der Evangelischen Kirche im Rheinland. „Häusler versteht es, junge Menschen für die Bläserarbeit zu motivieren und nachhaltig zu fördern“, hebt die Begründung für den Ehrentitel hervor. Seine thematisch ausgefeilten Landesposaunentage, entsprechende Notenveröffentlichungen, Einsätze bei Fernsehgottesdiensten, Synoden- und Einführungsgottesdiensten sowie Kirchentagen seien beispielhaft.

Persönliche Note: „Es gibt eine Fülle an Liedern, die mich beeindrucken. Jahreszeit und persönliche Befindlichkeiten haben zudem großen Einfluss auf eine solche „Hitliste“. Aber unabhängig von allen Einflüssen gehört für mich unbestritten „Die Nacht ist vorgedrungen“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 16) mit seiner warmen Melodie, welche die Verse von Jochen Klepper einkleidet, zu meinen absoluten Favoriten“, sagt Jörg Häusler.

Kirchenmusikdirektor Helmut Werz (61), seit 1986 Kirchenmusiker in der Kirchengemeinde Neunkirchen, ist der einzige KMD-Titelträger in der rheinischen Kirche im Saarland. Als Leiter des regionalen C-Ausbildungskurses an der Saar widmet er sich in großer Kontinuität der Gewinnung und Förderung kirchenmusikalischen Nachwuchses. Auf landeskirchlicher Ebene ist Werz als Chorleitungsdozent seit Jahren an der Chorleiterausbildung des Chorverbandes und an den C-Intensivkursen für nebenamtliche Musikerinnen und Musiker beteiligt.

Persönliche Note: „Es gibt viele gute alte und neue Lieder. Bei jeder Familienfeier singen wir seit Jahren „In dir ist Freude“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 398). Jedes Weihnachten braucht bei uns „In einer Höhle zu Bethlehem“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 547). Wunderbar ist „Nun ziehen wir die Straße“ (Evangelisches Gesangbuch Nr. 558). Zusammengenommen kann ich sagen: Giovanni Giacomo Gastoldi und Oskar Gottlieb Blarr – da stimmen die Wörter und der Inhalt“, sagt Helmut Werz.

Die Zahl der Kirchenmusikdirektorinnen und Kirchenmusikdirektoren in der Evangelischen Kirche im Rheinland ist begrenzt; sie steht u. a. in einem festen Verhältnis zur Zahl der kirchenmusikalisch hauptamtlich besetzten Stellen. Seit gestern tragen 18 Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker der rheinischen Kirche diesen Ehrentitel.

Hinweise an die Redaktionen: Hier finden Sie Porträtfotos der neuen Kirchenmusikdirektorinnen und Kirchenmusikdirektoren. Die Verwendung ist kostenfrei möglich. Wenn Sie zwecks ausführlicherer Berichterstattung Kontakt zu einer der Ehrentitel-Trägerinnen/einem der Ehrentitel-Träger aufnehmen möchten, ist die Pressestelle gern behilflich.

Bildunterschrift für das Gruppenbild von der Titelverleihung: stehend von links: Christoph Spengler (Remscheid), Martin Bambauer (Trier), Vizepräses Christoph Pistorius und Landeskirchenmusikdirektor Ulrich Cyganek; sitzend von links: Jörg Häusler (Vallendar), Brigitte Rauscher (Troisdorf), Jens-Peter Enk (Wuppertal), Silke Hamburger (Burscheid) und Helmut Werz (Neunkirchen). Foto: Sergej Lepke

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 24.01.2017



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