Pressearchiv
  • Pressearchiv 2017
    mehr
  • Pressearchiv 2016
    mehr
  • Pressearchiv 2015
    mehr
  • Pressearchiv 2014
    mehr
  • Pressearchiv 2013
    mehr
  • Pressearchiv 2012
    mehr
  • Pressearchiv 2011
    mehr
  • Pressearchiv 2010
    mehr
  • Pressearchiv 2009
    mehr
  • Pressearchiv 2008
    mehr
  • Pressearchiv 2007
    mehr
  • Pressearchiv 2006
    mehr
  • Pressearchiv 2005
    mehr
  • Pressearchiv 2004
    mehr
  • Pressearchiv 2003
    mehr
  • Pressearchiv 2002
    mehr
  • Pressearchiv 2001
    mehr
  • Pressearchiv 2000
    mehr

Pressekontakt

Pressestelle
Hans-Böckler-Straße 7
40476 Düsseldorf
Tel.: 0211 - 4562-373
Fax: 0211 - 4562-490
Mail pressestelle@ekir.de

> weitere Informationen

Präses Rekowski am Samstag zum Kirchentagsthema „klug sterben“

„Nicht das Geleistete zählt, sondern nur der von Gott wertgeschätzte Mensch“

Pressemitteilung Nr. 111/2015 

„Es ist gut, dass der Kirchentag das Thema ,Tod und klug sterben’ nicht ausklammert.“ Das hat Präses Manfred Rekowski am Samstagabend, 6. Juni, beim 35. Deutschen Evangelischen Kirchentag unterstrichen. Einen Tag lang war es auf der Open-Air-Bühne auf dem Stuttgarter Karlsplatz mit Talk, Musik und Kabarett um die Fragen des Lebensendes gegangen. Den Einstieg ins Thema hatten der Palliativmediziner Gian Domenico Borasio und der Ärztliche Direktor der Uniklinik Essen Eckhard Nagel mit zwei Impulsvorträgen gemacht. Anschließend diskutieren die Mediziner mit dem früheren rheinischen Präses und EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider darüber, wie sie sterben wollen, und über den derzeit gesellschaftlich und politisch viel diskutierten sogenannten assistierten Suizid. Vorbereitet hatten das Bühnenprogramm am Samstag im Wesentlichen Mitglieder des Landesausschusses Rheinland für den Kirchentag.


„Aber natürlich gibt es auch ein Leben vor dem Tod“, ergänzte Rekowski beim Abendgebet zum Abschluss des Programms unter freiem Himmel: „Und hoffentlich gibt es für jede und jeden von uns im Alltag diese Momente heilsamer Verunsicherung, die uns sensibel für Wesentliches machen. Es beginnt vielleicht mit Fragen wie diesen: Bin ich nur etwas, wenn ich etwas besitze? Bin ich nur etwas, wenn ich etwas erreicht habe? Bin ich nur etwas, wenn ich mir etwas aufgebaut habe? Bin ich das, was vorzeigbar ist, was sichtbar ist?“, so der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland. Trage am Lebensende das Motto „so haste, kannste, biste was!“? Er stelle das in Frage und lasse sich heilsam verunsichern. „Heilsame Verunsicherungen brauchen wir genau so dringend wie Trost und Zuspruch.“ Als Pastor habe er an den Sterbebetten ganz viel erfülltes Leben gespürt. „Nicht das Gesparte, das Gelernte oder das Geleistete zählt, sondern nur der von Gott unendlich wertgeschätzte Mensch.“ Diese Erkenntnis mache fürs Leben und fürs Sterben klug. Und diese Botschaft müsse die Kirche immer wieder weitersagen.

Facebook, Twitter und Google+ einschalten
Seite drucken Seite versenden

 

Düsseldorf/Stuttgart / EKiR-Pressestelle / 06.06.2015



© 2017, Evangelische Kirche im Rheinland - EKiR.de
Alle Rechte vorbehalten. Vervielfältigung nur mit Genehmigung.