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„Drum immer weg mit ihnen“: Eröffnung mit Gottesdienst am 28. Februar

Ausstellung in Saarbrücken und Zweibrücken: Luther und die Juden

Pressemitteilung Nr. 41/2016 

Saarbrücken. Das Evangelische Büro Saarland und die Evangelische Kirchengemeinde Altsaarbrücken beteiligen sich an einer Veranstaltungsreihe der Evangelischen Kirche der Pfalz, die sich anlässlich des bevorstehenden Reformationsjubiläums 2017 mit dem Thema „Luther und die Juden“ beschäftigt.

In diesem Zusammenhang wird am Sonntag, 28. Februar, in der Ludwigskirche in Saarbrücken um 10 Uhr ein Gottesdienst zu den jüdischen Wurzeln des christlichen Glaubens gefeiert. Es predigt Dr. Martin Vahrenhorst, die Liturgie übernimmt Kirchenrat Frank-Matthias Hofmann. Anschließend wird die Ausstellung „Drum immer weg mit ihnen“ eröffnet, die aus der Evangelischen Kirche in Hessen-Nassau stammt.

Die Ausstellung wird vom 27. Februar bis 18. März täglich außer Montag von 10 bis 17 Uhr in der Ludwigskirche Saarbrücken zu sehen sein. Ab dem 15. Mai steht sie in der Karlskirche Zweibrücken, die zur pfälzischen Landeskirche gehört.

„Martin Luther war einerseits ein innovativer Geist, der zu Beginn der Neuzeit überfällige Veränderungen in der Kirche anregte“, sagt der Vorsitzende des Arbeitskreises Kirche und Judentum der Evangelischen Kirche der Pfalz, Dr. Stefan Meißner. „Er war auf der anderen Seite aber noch tief im judenfeindlichen Denken seiner Zeit verwurzelt und hat vor allem in seinen späteren Jahren Dinge gesagt, von denen wir uns als protestantische Christen heute nur distanzieren können.“ Ziel der Initiative sei eine kritische Aufarbeitung des heiklen Themas, die heute mehr als überfällig sei. Schließlich wolle man aus der Geschichte lernen und nicht in die gleichen Fehler wie unsere Vorfahren begehen. Die reich bebilderte Ausstellung zeigen den kirchenhistorischen Kontext von Luthers Denken auf, aber auch dessen Rezeption im Protestantismus bis hin ins im Dritten Reich. „Natürlich gibt es keine direkte Linie von Luthers Schriften zu dem Vernichtungslagern der Nazis“, räumt Meißner ein, „aber dass aus den Evangelischen Kirchen so wenig Widerstand gegen die Entrechtung der Juden kam, hat vielleicht doch auch mit den Ressentiments zu tun, die Luther zu verbreiten zumindest mithalf.“

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Saarbrücken / EKiR-Pressestelle / 16.02.2016



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