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Präses Rekowski predigt zum Männersonntag über Sehnsüchte

Gott richtet seine Augen auf die Aufbrüche – und wünscht sich offene Türen für Flüchtlinge

Pressemitteilung Nr. 121/2016 

Düsseldorf/Kirchen. Wie modernes Lebensgefühl und biblische Botschaft zusammengehen, hat Präses Manfred Rekowski in einer Predigt zum Männersonntag 2016 deutlich gemacht . „Immer auf der Suche nach Lebensbedingungen, die durchtragen, immer auf der Suche nach Sinn und Geborgenheit“, so charakterisierte Rekowski die Lebensweise heutiger Menschen: „Die Plätze, die gestern noch Lebensmittel und Existenzgrundlage boten, sind heute schon besetzt oder ,abgefressen’, immer neue Aufbrüche und Neuanfänge sind gefragt.“ Wenn der Beter des 23. Psalm im Bild des biblischen Hirten in seiner Nomadenexistenz bete: „Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal“, so „werden Bilder für unsere Lebensreise gemalt, wie sie realistischer nicht sein können. Hier schöpfen wir aus Quellen, die wir nicht selbst gefüllt haben“, sagte der rheinische Präses weiter.

Die Suche der Menschen nach Sinn und Geborgenheit, etwa in verlässlichen dauerhaften Beziehungen in Familie und Gesellschaft und friedlichen und gerechten Verhältnissen in der Welt, geht für Präses Rekowski einher mit Gottes Sehnsucht nach dem Menschen, seinem Geschöpf. „Gott in seiner Sehnsucht fragt nach uns. Er will ohne uns nicht sein. Das ist etwas Großes in einer Zeit, in der nach so Vielen nicht gefragt wird.“ Gott bleibe auf der Suche nach seinen Menschen, die mit ihm und zugleich geschwisterlich miteinander leben sollen. „Wenn wir über unsere ,Sehnsüchte unterwegs’ sprechen, dann darf das nicht zum Weg ins private Glück, zum Highway zu uns selbst werden, den sich so nur wenige auf dieser Erde leisten können. Millionen von Menschen auf unserer Erde haben einfach nur Sehnsucht nach einem Dach über dem Kopf, nach Essen und Trinken, nach medizinischer Versorgung, nach einem Leben ohne Terror und Angst. Sehnsucht nach einem Leben in Frieden und mit Perspektive.“ Weil Gott ein Auge auf die Aufbrüche der Menschen richte, dürften Menschen sich nicht von Flüchtenden abwenden und die Türen dicht machen. Sich von Gottes Sehnsucht finden zu lassen, bedeute einerseits, Vertrauen im eigenen Leben zu finden, und führe andererseits dazu, „Flucht- und Aufbruchserfahrungen von Menschen wahrzunehmen und ihnen geschwisterlich beizustehen im Namen des Gottes, ,der mitgeht’“.

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Düsseldorf/Kirchen / EKiR-Pressestelle / 04.09.2016



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