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Rheinischer Präses sprach auf der Synode des Kirchenkreises Leverkusen

Rekowski: Populistische Politik und christlicher Glaube sind unvereinbar

Pressemitteilung Nr. 140/2017

Düsseldorf/Leverkusen. Christlicher Glaube und Populismus sind für den Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, unvereinbar. „Populismus ist unverantwortlich, gefährdet den gesellschaftlichen Zusammenhalt und den gesellschaftlichen Frieden – ist ein Spiel mit dem Feuer, bei dem es, sofern es nicht beendet wird, meist nur Verlierer gibt“, sagte er heute vor der Kreissynode Leverkusen. „Dürfen Christen Populisten sein – Freiheit und Verantwortung“, lautete das Thema seines Vortrags.

Wer seine Politik mit einer diffusen „religiösen Überlieferung des Christentums“ begründe, den werde die rheinische Kirche zum Fundament seines Glaubens befragen, sagte der Präses mit Blick auf das Grundsatzprogramm der AfD. „Diese Einstellung, die zudem in Form einer Leitkultur in unserem Land prägend werden soll, ließe dem Judentum und d. h. Jüdinnen und Juden ebenso wenig wie dem Islam und d. h. den Muslima und Muslimen einen Platz in unserer Gesellschaft. Dies fordert unseren massiven Widerstand heraus“, so Rekowski weiter. Die Botschaft Jesu Christi gelte allen Menschen in gleicher Weise, Christus tauge nicht ansatzweise zum Kronzeugen nationaler Identität. „Der Glaube an Gott, der die Welt und die Menschen liebt, hat nichts gemein mit Hass gegen einzelne Menschen oder Menschengruppen. Das ist keine Alternative für Christen, sondern eine Pervertierung des christlichen Glaubens.“

Zugleich habe Kirche jedoch zu fragen, was Menschen bewegt, populistischen Parteien und Bewegungen zuzustimmen. Es komme darauf an, „den Resonanzboden, auf dem Populismus Wirkung erzielt, wahrzunehmen und zu verstehen“, sagte Rekowski. Und weiter: „Wir müssen die Themen hinter den Themen der Populisten aufgreifen. Die Fragen der Menschen müssen wir ernst nehmen ebenso wie ihre Verunsicherungen.“

Präses Rekowski wies zugleich Forderungen zurück, Kirche solle sich auf ihre Kernthemen konzentrieren statt sich zu sehr in die Tagespolitik einzumischen. „Ich bin davon überzeugt, dass die Kirche bei ihrem Auftrag bleibt, wenn sie sich zu politischen Fragen äußert, weil sie dann von den Konsequenzen des Glaubens spricht“, sagte er in Leverkusen. Allerdings sollte Kirche dabei nicht Einzelmaßnahmen erörtern, sondern „Maßstäbe für eine verantwortliche Politik“ ins Gespräch bringen.

 

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Düsseldorf/Leverkusen / EKiR-Pressestelle / 30.06.2017



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