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Rheinische Notfallseelsorge würdigt Bericht von Opferbeauftragtem Beck

Nach Terroranschlägen: Unterstützung für Betroffene muss besser werden

Pressemitteilung Nr. 214/2017

Düsseldorf. Die Notfallseelsorge der Evangelischen Kirche im Rheinland begrüßt den gestern vorgelegten Abschlussbericht des Opferbeauftragten der Bundesregierung Kurt Beck zum Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz im vergangenen Jahr: „Die Forderung Becks, dass Behörden nicht darüber nachdenken sollen, was sie leisten können, sondern was die Betroffenen brauchen, gibt wieder, was die Notfallseelsorge seit Jahren fordert“, stellt Dr. Uwe Rieske, Landespfarrer für Notfallseelsorge, fest: „Unsere Mitarbeitenden bestätigen viele der in Herrn Becks Bericht genannten Erfahrungen aus unseren Begleitungen von Terrorbetroffenen in Nordrhein-Westfalen. Sehr ähnliche Kritik äußern auch Betroffene anderer Terrortaten.“ Mitarbeitende der Notfallseelsorge der rheinischen Kirche haben vielfach Menschen nach Terrortaten begleitet, etwa nach den Anschlägen in Tunesien (Juni 2015), Paris (November 2015), Brüssel (März 2016), Nizza (Juli 2016) und in Barcelona (August 2017).

Dabei machten Betroffene dieser Anschläge ähnliche Erfahrungen wie die Hinterbliebenen und Verletzten des Attentates auf dem Breitscheidplatz. Mangelnde Informationen nach den Terrortaten führten zu immensen Belastungen: „Kaum etwas ist quälender, als um einen geliebten Menschen nach einem Anschlag zu bangen und auf Informationen zu warten“, so Rieske. In dieser Lage sei notfallseelsorgliche Unterstützung überaus notwendig, die ihrerseits auf verlässliche Kooperation mit zuständigen Behörden angewiesen sei. Beklagt wurden von einigen Angehörigen die Qualität der öffentlich genannten Hotlines der Behörden, aber auch mangelnde Transparenz bei den Identifizierungen, Versäumnisse beim Überbringen von persönlichen Gegenständen der Todesopfer und ausbleibende Hilfen bei deren Überführung. „Angehörige, die geliebte Menschen verlieren, sind oft nicht in der Lage, sich um Anträge zu kümmern“, betont der Landespfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland: „Unsere Erfahrungen mit Betroffenen bestätigen die von Ministerpräsident a. D. Kurt Beck vorgelegte Analyse. Wir begrüßen seine daraus resultierenden Vorschläge in allen relevanten Aspekten.“

Unterstützung finden und Netzwerke bilden

So betont der Bericht den Wert einer raschen und verantwortlichen Einbindung der Notfallseelsorge ebenso wie den Wert von zeitnah anzubietenden Treffen der Betroffenen und Hinterbliebenen. Auf solchen Treffen, die von der Notfallseelsorge im Rheinland bereits vielfach angeboten wurden, können Betroffene gemeinsam an relevante Informationen gelangen, Unterstützung finden und Netzwerke bilden, erläutert Landespfarrer Rieske: „Ich bin dankbar, dass Herr Beck nicht nur den Hinterbliebenen und Verletzten Gehör geschenkt und ihre Kritik und Anliegen aufgenommen hat, sondern dass er daraus konstruktive Anregungen für ein umfassendes Konzept entwickelt.“ Es müsse nun darum gehen, diese Vorschläge Zug um Zug zum Wohle der Betroffenen konsequent umzusetzen – auch in Nordrhein-Westfalen, das erst vor wenigen Wochen eine Opferbeauftragte ernannt hat.

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 14.12.2017



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