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Rheinischer Vizepräses würdigt in Aachen die Arbeit der Telefonseelsorge

Pistorius: „Gott hält für jeden Menschen eine grundlegend gute Nachricht bereit“

Pressemitteilung Nr. 108/2016 

Düsseldorf/Aachen. Der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Christoph Pistorius, hat die Arbeit der Telefonseelsorgerinnen und Telefonseelsorger gewürdigt. „Die Telefonseelsorge gewährleistet unserer Gesellschaft, dass es rund um die Uhr eine Gesprächspartnerin gibt, bei der ich mich mit meiner Not aussprechen kann“, sagte er heute bei der Eröffnung des 20. Weltkongresses Telefonseelsorge in Aachen  und gratulierte dem Weltverband Telefonseelsorge im Namen der rheinischen Kirche zum 50-jährigen und dem deutschen Verband zum 60-jährigen Bestehen.

Die Telefonseelsorge werde getragen von vielen ehrenamtlichen und lebenserfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Das in Deutschland ökumenisch organisierte Angebot gelte allen Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Einstellung. Gott halte für jeden Menschen eine „grundlegend gute Nachricht“ bereit, sagte er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern des internationalen Kongresses. „Mit Ihrer Gesprächsbereitschaft und bei Ihren Gesprächen am Telefon machen Sie etwas von dieser Zusage Gottes erfahrbar. Oft so, dass Sie gar nicht über Gott, Glauben oder Religion explizit sprechen müssen“, so Pistorius weiter.

Der Vizepräses der Evangelischen Kirche im Rheinland erinnerte daran, dass die Telefonseelsorge Mitte des vergangenen Jahrhunderts als Reaktion auf eine hohe Zahl von Selbsttötungen entstanden sei. „Seither hat sich die theologische Einschätzung zum Suizid sehr stark verändert, damit einhergehend auch die kirchliche Praxis. War dies lange vom Verurteilen geprägt, dem Verurteilen derer, die ihr von Gott geschenktes Leben ,wegwerfen’ und auch der Angehörigen, die vielleicht Signale übersehen haben, so steht heute frei von einer moralischen Bewertung der Blick auf die Not und die Krise eines Menschen im Mittelpunkt und mündet in das Angebot seelsorglicher Begleitung.“

Seelsorge sei dabei „präventiv, begleitend und nachsorgend tätig“, wie es die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland in der Handreichung „Niemand nimmt sich gern das Leben. Seelsorgliche Begleitung im Zusammenhang mit Suizid“ formuliert habe. „Nach unserer Auffassung muss unser Handeln geprägt sein von der Haltung, Leben bis zuletzt zu unterstützen, weil Gottes Ja über jedem Leben steht. Das Spezifikum aus kirchlicher Sicht besteht daher darin, Gottes Beziehungsangebot ins Gespräch zu bringen, kommt doch religiösen Bindungen eine große Bedeutung für die Ermutigung zum Leben zu.“ Dies geschehe durch die Telefonseelsorge, aber auch durch andere seelsorgliche Angebote wie die Notfallseelsorge oder Seelsorge in Krankenhäusern, Hospizen, Beratungsstellen und Justizvollzugsanstalten.

Die Telefonseelsorge der evangelischen und der katholischen Kirche in Deutschland ist rund um die Uhr unter den bundeseinheitlichen gebührenfreien Rufnummern 0800/1110111 und 0800/1110222 erreichbar sowie im Internet per Webmail und Chat unter telefonseelsorge.de.

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Düsseldorf/Aachen / EKiR-Pressestelle / 20.07.2016



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