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Vizepräsident Johann Weusmann besucht Flüchtlingslager in Beirut

„Wie die Menschen hier überleben, bleibt mir ein Rätsel“

Pressemitteilung Nr. 100/2015 

Kirchlichen Gruppen im Libanon gelingt es, über „Projekte – so klein sie angesichts des Ausmaßes von Flucht und Vertreibung auch sein mögen – Zeichen der Hoffnung zu setzen.“ Das schreibt Vizepräsident Dr. Johann Weusmann nach seinem Besuch im Flüchtlingslager Schatila in West-Beirut. Dort hat er u. a. eine der Schulen des „Gemeinsamen Christlichen Komitees für Soziale Dienste im Libanon (JCC)“, unterstützt von „Brot für die Welt“, besucht. Im Präsesblog schildert der leitende Jurist der Evangelischen Kirche im Rheinland die Begegnungen: „Wir kommen ins Gespräch. Die Kinder erzählen mir von ihrer Flucht. Es sind erschütternde Berichte. Viele haben Angehörige und Freunde verloren. Fast alle Familien sind auseinander gerissen. Furchtbare Gewalterfahrungen haben sie in viel zu jungen Jahren geprägt.“ Deshalb verdienten Projekte wie diese „unsere ganze Solidarität“, so Weusmann.


Er nutzte seine Teilnahme an der Tagung des Exekutivkomitees der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) in der libanesischen Hauptstadt für den Besuch im Flüchtlingslager Schatila. Bei rund vier Millionen Einwohnern führten die 1,5 Millionen größtenteils aus Syrien stammenden Flüchtlinge zur höchsten Flüchtlingsdichte weltweit, so der Kirchenjurist: „Das ist für dieses mit internen Schwierigkeiten belastete Land kaum noch zu verkraften.“ In seinem Blogpost berichtet Johann Weusmann, auch Schatzmeister der WGRK: „Überall werden wir mit Platzmangel konfrontiert. Auf den Gebäuden werden provisorisch immer neue Wohnkomplexe errichtet. Nicht selten fallen sie unter ihrer eigenen Last wieder in sich zusammen. In den Wohnungen, die wir sehen, sind die Wände feucht.“ Vieles erinnere ihn an die Situation in Townships in Südafrika, schreibt Weusmann, zu dessen beruflichem Werdegang eine Zeit als Regierungsberater in Südafrika zählt. Seine Eindrücke von Schatila fasst er so zusammen: „Wie die Menschen ihren Lebensunterhalt sichern und hier überleben, bleibt mir ein Rätsel.“


Über die Begegnungen in der provisorischen Schule schreibt Weusmann: „Ich bin beeindruckt, wie wissbegierig und diszipliniert die in den viel zu kleinen Klassenräumen zusammengepferchten Kinder dem Unterricht folgen. 87 Prozent schaffen den Schulabschluss im ersten Anlauf. Je intensiver wir uns austauschen, desto mehr Tränen fließen. Mir wird immer deutlicher, wie traumatisiert diese Kinder sind. Und doch sind sie privilegiert, weil sie zu den wenigen Kindern gehören, die überhaupt eine Schulbildung genießen.“


Dr. Johann Weusmanns Blog im Internet: http://www1.ekir.de/url/Vp5

 

 

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Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 15.05.2015



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