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Finanzchef der rheinischen Kirche berichtete am Donnerstag vor der Synode

Haushaltsdefizit macht Kürzungen notwendig - trotz steigender Einnahmen

Pressemitteilung Nr. 27/2015

Den Finanzbericht der Kirchenleitung hat Oberkirchenrat Bernd Baucks, Leiter der Abteilung Finanzen und Vermögen im Landeskirchenamt, am Donnerstag den Synodalen der Evangelischen Kirche im Rheinland vorgestellt. Er beschäftigt sich in drei Teilen mit der allgemeinen finanziellen Lage der Evangelischen Kirche im Rheinland, mit dem Sachstand bei der Umsetzung diverser Projekte und mit dem Haushaltsplan für das Jahr 2015.

Allgemeine finanzielle Lage

Das Kirchensteueraufkommen liegt im Jahr 2014 (Januar bis November) um mehr als drei Prozent über dem von 2013. Wie der Finanzchef der rheinischen Kirche im Vortrag abweichend vom schriftlichen Finanzbericht mitteilte, erwartet er jetzt für 2014 Einnahmen von etwa 645 Millionen Euro (Verteilbetrag), noch einmal 3 Millionen mehr als die Prognose vom August 2014 hatte erwarten lassen. Im Jahre 2013 hatte die Schätzung für 2014 noch 585 Millionen Euro ergeben. Die Kirche profitiere derzeit von günstigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die aber, so Baucks, nicht langfristig wirksam bleiben können.

Die Zahl der Kirchenmitglieder ist im Jahr 2014 von 2.707.050 um 44.261 (= 1,63 Prozent) auf 2.662.789 zurückgegangen. Dass der Rückgang sich noch nicht im Kirchensteueraufkommen niederschlägt, liegt an der erwähnten günstigen wirtschaftlichen Entwicklung.

Von der Umstellung des Einzugsverfahrens für die Kirchensteuer auf Kapitalerträge zum Jahreswechsel 2013/2014 fühlten sich viele Gemeindemitglieder überrumpelt oder gingen davon aus, es handele sich um eine neue Steuer. Das habe Auswirkungen auf die Gemeindegliederentwicklung gehabt, sagte Baucks, auch wenn nur nennenswerte Kapitalerträge besteuert würden, die in Zeiten niedriger Zinsen nur eine verschwindende Minderheit Vermögender erziele. „Auch dieses Jahr werden die Hinweise auf den Einzug der Kirchensteuer auf Kapitalerträge wieder auf den Kontoauszügen erscheinen beziehungsweise sind schon dort erschienen“, schreibt Baucks im Finanzbericht: „Wir haben intensive Gespräche geführt mit den Bankenverbänden, sowohl regional hier in Nordrhein-Westfalen als auch bundesweit. Die Hinweise sind inhaltlich abgestimmt, auch haben wir die Kommunikation über das Internet verbessert und zusätzliches Material gedruckt und verteilt.“ Bei der Vorstellung des Finanzberichtes wies Baucks auf eine weitere Konsequenz hin: „Wir haben wahrgenommen, dass es mit Blick auf die Kirchensteuer insgesamt immer wichtiger wird, den Mitgliedern zu vermitteln, dass mit den Beiträgen eine bedeutsame Arbeit geleistet wird, die nicht nur den Mitgliedern, sondern dem ganzen Land nützt.“

Berichte über Aufträge der Landessynode und der Kirchenleitung

Aus laufenden Projekten berichtet Oberkirchenrat Baucks unter anderem von der Einführung des Neuen Kirchlichen Finanzwesens (NKF). Zum 1. Januar 2015 hätten die verbleibenden acht Kirchenkreise auf Doppelte Buchführung umgestellt. Der Übergang zur neuen Buchhaltung sei aber erst der Start für den Weg zur routinierten Bewältigung des Alltags. Trotz wahrnehmbaren Fortschritts bleibe die Umstellung auf NKF eine Mammutaufgabe; das Ziel der Steuerung und Transparenz sei noch nicht erreicht. Kirchengemeinden und Kirchenkreise rechneten aufgrund der bisherigen Erfahrungen mit einer Zeit von drei Jahren, bis das neue Finanzsystem eingespielt sei. Dennoch seien viele Schwierigkeiten inzwischen überwunden und man arbeite an Verbesserungen in Strukturen und Software.

Hinsichtlich der kirchlichen Beteiligungen stellte Baucks dar, dass die wirtschaftliche Lage der „Beihilfe und Bezüge Zentrum GmbH“ (bbz) stabil sei. Die Zentrale Gehaltsabrechnung wurde abgegeben; das Geschäft der bbz GmbH konzentriert sich jetzt auf die Beihilfeabrechnung und -beratung. Die Evangelisch-lutherische Kirche in Bayern wurde als neuer Kunde gewonnen.

Das Anlagemanagement der rheinischen Kirche entspricht den EKD-Kriterien für ethische Geldanlage und Nachhaltigkeit, die auch für die Anlagerichtlinien der Rheinischen Kirche zu Grunde gelegt werden.

Es ist ausgewogen zwischen risikoreicheren und -armen Anlagen mit einem ausgeprägten konservativen Schwerpunkt, insgesamt bestehen keine besonderen Risiken für die Anlagen. Das habe der Anlageausschuss festgestellt, der im November erstmals aufgrund eines Auftrags der Landessynode tagte. Der Ausbau der internen Kontrollsysteme für die Finanzverwaltung zum Erkennen und Vermeiden von Risiken ist erklärtes Ziel von Kirchenleitung und Synode.

Haushaltsplan 2015

Mit dem Haushaltsplan 2015 liegt zum vierten Mal einen Plan auf Basis des Neuen Kirchlichen Finanzwesens (NKF) vor, das auf doppischem Haushalts- und Rechnungswesen beruht anstatt wie in den Jahren vor der Haushaltsreform auf dem kameralen Rechnungswesen. Der Haushalt der rheinischen Kirche für dieses Jahr ist in drei Bänden erschienen. Der erste als Kompaktversion besteht unter anderem aus dem Haushaltsbeschluss, aus der Gesamtergebnisplanung und den Planungen der Abteilungen. Das zweite Buch enthält das komplette Haushaltsbuch, das dritte unter anderem den Anhang und die Eröffnungsbilanz für das Jahr 2012.

Die geplanten Aufwände für das Jahr 2015 belaufen sich auf 517.998.265 Euro, die Erträge auf 513.557.515 Euro, damit ergibt sich ein operatives Defizit von 7.795.732 Euro, das sich aufgrund geplanter Erträge aus Zinserträgen und Rücklagenentnahmen im Gesamtdefizit von 3,9 Millionen Euro verbessert darstellt. Aufgrund der noch positiven wirtschaftlichen Rahmendaten rechnet die Evangelische Kirche im Rheinland auch für 2015 mit einem vergleichbaren Kirchensteueraufkommen. Für 2014 wurde ein Wert von 585 Millionen Euro zu Grunde gelegt (Verteilbetrag), die Schätzung für 2015 beläuft sich auf 632,85 Millionen Euro – das ist deutlich oberhalb der Schätzung, jedoch etwas unterhalb der Prognose für 2014. Als Grundlage für den Haushaltsplan habe man, erläuterte Oberkirchenrat Baucks, anders als in den vergangenen Jahren einen Wert unterhalb der Schätzung angesetzt (610 Millionen Euro). Auf diese Weise werden die Ausgaben so gesteuert, dass bei gegebenenfalls gegenüber der Schätzung niedriger ausfallenden Einnahmen zur Sicherheit ein Puffer eingeplant ist.

Den Finanzbericht finden Sie hier:
http://www.ekir.de/www/downloads/Finanzbericht_der_Kirchenleitung_Druckfassung_120106.pdf

 

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Bad Neuenahr / EKiR-Pressestelle / 15.01.2015



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