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Innenminister Jäger und Kirchenvertreter loben die Arbeit

50 Jahre Polizeiseelsorge in NRW: Orientierung, Trost und offene Ohren

Presseinformation Nr. 100/2012

Innenminister Ralf Jäger hat die Arbeit der Polizeiseelsorgerinnen und -seelsorger gewürdigt: „Sie geben Orientierung bei ethischen Fragestellungen, die durch den Dienst aufgeworfen werden. Sie hören zu, sie richten auf. Sie finden da tröstende Worte, wo die polizeiliche Struktur Professionalität verlangt. Sie haben stets ein offenes Ohr für den Menschen in Uniform ebenso wie für seine Angehörigen“, sagte Minister Jäger am Mittag vor Journalistinnen und Journalisten in Düsseldorf. Auf den Tag genau vor 50 Jahren hatte das Land Nordrhein-Westfalen mit den katholischen (Erz-)Bistümern und den evangelischen Landeskirchen eine Vereinbarung über die Polizeiseelsorge geschlossen. Heute sind landesweit 24 hauptamliche Seelsorgerinnen und Seelsorger bei den Polizeipräsidien und Kreispolizeibehörden im Dienst.

„Wichtig ist es für uns Polizeibeamte, zu wissen, dass wir unsere Last nicht allein tragen müssen“, unterstrich Kriminalkommissarin Juliane Schild, „Denn nur so können wir gesund an Leib und Seele bleiben und damit auch unseren Dienst für die Bürger dieses Landes versehen.“ Reden helfe, sagte die Polizistin aus Recklinghausen, und griff damit das Motto der Plakat- und Postkartenkampagne zum Jubiläum der Polizeiseelsorge in NRW auf. Sie wisse, dass sie bei größeren Schadenslagen im Unterabschnitt „Leichenidentifizierung“ eingesetzt werde, so Juliane Schild: „Ich werde mich im Falle eines Einsatzes darauf verlassen, dass ich damit nicht allein gelassen werde. Das wird mir, so hoffe ich, helfen, auch diese Arbeit, im Interesse von Opfern und Angehörigen, so gut wie möglich zu leisten.“

Christliche „Welttüchtigkeit“ heißt: Bei den Menschen sein

Weihbischof em. Franz Grave machte als Vertreter der katholischen (Erz-)Bischöfe Nordrhein-Westfalens deutlich, warum sich Kirche in der Polizeiseelsorge engagiere: „Die so genannte Pastoralkonstitution, ein zentrales Dokument des II. Vatikanischen Konzils, spricht sehr nachdrücklich davon, dass die Kirche ,mitten in der Welt’ bei den Menschen sein muss. Das Konzil lehnt alle ,Weltflüchtigkeit’ ab und fordert dagegen von den Kirchen und ihren Amtsträgern eine christliche ,Welttüchtigkeit’. Demnach ist der Mensch der Weg der Kirchen. In dieser Perspektive kann die Kirche im Bereich der Polizeiseelsorge nur glaubwürdig und kompetent sein, wenn sie bei den Beamtinnen und Beamten ist.“ Deshalb gingen Seelsorger mit auf nächtliche Streifenfahrt oder unterstützen die Polizistinnen und Polizisten bei der Überbringung von Todesnachrichten.

Die Mitarbeitenden der Polizeiseelsorge wissen um die speziellen Belastungen des Polizeiberufes, sind als Mitarbeitende der Kirchen jedoch nicht in hierarchische Strukturen eingebunden, machte Präses Nikolaus Schneider als Vertreter der NRW-Landeskirchen deutlich: „Das macht sie frei in der Ausübung ihres Dienstes und gibt ihnen zugleich die Freiheit, der Polizei als Organisation mit einer Haltung der kritischen Solidarität zu begegnen.“ Die katholische und die evangelische Kirche seien froh, „dass uns diese Arbeit durch das Land ermöglicht und durch die Polizei tatkräftig unterstützt wird. Das ist nicht selbstverständlich. Wir freuen uns ebenso über die Wertschätzung, die unseren Seelsorgerinnen und Seelsorgern seitens der Polizei entgegengebracht wird und möchten uns für die partnerschaftliche Zusammenarbeit an der sensiblen Schnittstelle zwischen Kirche und Staat bedanken.“

Jubiläum mit Ökumenischem Gottesdienst feiern

Am heutigen Nachmittag wird das 50-jährige Bestehen der Polizeiseelsorge in Nordrhein-Westfalen mit einem Ökumenischen Festgottesdienst in Düsseldorf gefeiert. Bischof Dr. Heinrich Mussinghoff (Aachen) als Vertreter der katholischen (Erz-) Bischöfe und Dr. h.c. Nikolaus Schneider, Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, als Vertreter der evangelischen Kirchen leiten den Gottesdienst, der am Montag, 2. Juli, um 16.30 Uhr in der St.-Maximilian-Kirche, Orangeriestraße 1a, 40213 Düsseldorf, stattfindet. An diesem besonderen Gottesdienst wird auch der Innenminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger, teilnehmen.

 

 

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Hinweis: Dies ist ein archivierter Beitrag vom Montag, 2. Juli 2012. Die letzte Aktualierung erfolgte am Montag, 2. Juli 2012. Grundsätzlich verändern wir Achivbeiträge nicht, ggf. sind einzelne Informationen und Links veraltet.

 

Düsseldorf / EKiR-Pressestelle / 02.07.2012



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